Beleuchtung: Lichterwege setzen Ostersbaum in Szene

Beleuchtung : Lichterwege setzen Ostersbaum in Szene

Am Dienstag, 5. Februar, erhellen ab 18 Uhr 6000 Teelichter die Treppen und Gassen des Viertels. Zum Abschluss gibt es ein Feuerwerk.

Eine leuchtende Verbesserungsidee zum Thema „Soziale Stadt“ unter Beteiligung der Anwohner im Quartier hatte die gebürtige Bremerin Diemut Schilling im Jahr 1999, und diese hat sie auch gleich in die Tat umgesetzt: die „Lichterwege“ am Ostersbaum, die in diesem Jahr zum 20. Mal, am 5. Februar von 18 bis 20 Uhr in Szene gesetzt werden.

Die Professorin und Dozentin im Bereich Kunst und Mediendesign an der Bergischen Universität lebte rund 35 Jahre am Ostersbaum, und zwar mit Begeisterung, wie sie betont, ehe sie kürzlich nach Unterbarmen ins „Künstlerviertel“ umzog.

Ursprünglich war die Idee, Treppen zu beleuchten, als einmalige Aktion geplant, doch daraus wurde wegen des großen Erfolges eine ständige, nun schon traditionelle Einrichtung. „Schon vergleichbar mit dem Luisenfest.“

Etwa 6000 Teelichter werden die abendliche Dunkelheit erhellen, wobei Gabriele Kamp, die Geschäftsführerin des Nachbarschaftsheims und Vorsitzende der Stadtteilarbeit, schon auf Vorrat 21 000 für künftige Lichterwege spezielle Teelichte mit besonderen Dochten eigens aus Süddeutschland „importieren“ ließ, berichtet die Wahl-Wuppertalerin. Sie kann auf Studienaufenthalte in Moskau, Venedig oder Düsseldorf und viele reizvolle berufliche Angebote zurückblicken, ist aber dem Tal der Wupper stets treu geblieben.

„Hier begeistern mich die klassizistischen Häuserzeilen, aber auch die bergischen Landhäuser“, weist sie auf einige der schönen Seiten ihrer Wahlheimat hin.

Natürlich freut sie sich über den ständig gestiegenen Erfolg der Lichterwege-Idee und darüber, mit wieviel Begeisterung die Menschen im Quartier mitmachen. „Da werden auch viele Vorgärten in Privat-Initiative beleuchtet. Und diesmal gibt es auch einen Leucht-Kostüm-Wettbewerb.“

Um 20.15 Uhr setzt ein Feuerwerk den Schlusspunkt

Für den wird es übrigens ab 20 Uhr eine Kostümprämierung am Platz der Republik geben, bevor um 20.15 Uhr ein Abschlussfeuerwerk den strahlenden Schlusspunkt der 20. Lichterwege bilden wird.

Dass das Ganze durch Musik und Chorgesang klanglich untermalt wird, ist zwischenzeitlich selbstverständlich bei den Lichterwegen, die vom Nachbarschaftsheim und insgesamt 31 Vereinen, darunter auch dem Bürgerverein „Zukunft Ostersbaum“, und Organisationen, Schulen und Gemeinden organisiert und in Szene gesetzt werde.

Diemut Schilling hat nicht nur die durch die Leuchten kreierten, zum Teil farbigen Ornamente entworfen, sondern auch vorgeschlagen, welche besonderen Punkte im Quartier auf den Lichterwegen durch Interpreten, Musikanten und Kapellen musikalisch „beleuchtet“ werden. „Dabei achten wir darauf, dass jede musikalische Geschmacksrichtung bedient wird“, setzt Gabriele Kamp die Wünsche der künstlerischen Leiterin um.

Schillings ursprüngliches Anliegen war es, darauf hinzuweisen, dass die Treppen am Ostersbaum erhalten bleiben, und dass die Pressburger Treppe saniert wurde. „Kultur der Pflege“ nannte die Professorin diese Maßnahmen zum Erhalt der Treppen, darunter auch ihre liebste, die Flensburger Treppe, die ein wesentlicher Teil des Gesichtes der Stadt Wuppertal sind.

Und die kommen nun zum 20. Mal im Rahmen dieses Volksfestes mit heißen Getränken und Snacks unter begeisterter Anteilnahme der Anwohner und ihrer Gäste an vielen Treppen zu ihren verdienten Ehren.