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Leerstand und Mangel zugleich: Die Krux mit den Wohnungen

Leerstand und Mangel zugleich: Die Krux mit den Wohnungen

Bedarf an Einfamilienhäusern, Abriss von Geschossbauten.

Wuppertal. Knapp fünf Prozent des Wuppertaler Wohnraums stehen leer - insbesondere im Osten entlang der Talachse sowie in einigen Fällen in Hochhaus- und Großwohnsiedlungen. Bis zum Jahr 2020 rechnet die Stadt aufgrund der demografischen Entwicklung mit einem weiteren Rückgang der Nachfrage nach Wohnraum.

Und trotzdem fehlt es offenbar an Wohnungen und Einfamilienhäusern. Die Stadt jedenfalls ist überzeugt davon, dass insbesondere das qualitative Angebot nicht ausreicht, um zum Beispiel junge Familien in der Stadt zu halten.

Ein Drucksache für den Stadtentwicklungs-Ausschuss setzt da weiter auf die Erkenntnisse einer Studie von Empirica zum städtebaulichen Entwicklungskonzept für Wuppertal: Eine der Kernaussagen: Allein im Segment der Ein- und Zweifamilienhäuser gibt es bis zum Jahr 2025 einen Bedarf mit einer Größenordnung von etwa 4000 Wohneinheiten - trotz sinkender Bevölkerungszahl.

Denn Überangebote und Leerstände werden der Prognose zufolge vor allem im Bereich der Geschosswohnungen entstehen, laut Prognose könnte die Leerstandsquote im Jahr 2025 bereits bei 14,3 Prozent stehen. An hochwertigen Eigentumswohnungen in attraktiven Lagen sowie an alten- und behindertengerechten Wohnungen mitsamt Betreuungsangeboten gebe es jedoch gleichwohl einen Mangel.

Der aktuelle Flächennutzungsplan prognostiziert dementsprechend für die kommenden 15 Jahre einen Bedarf von etwa 3200 Einfamilienhäusern und 3000 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern - und listet auch gleich mögliche neue Wohnbauflächen auf: Dabei geht es um 33 Flächen mit zusammen rund 58 Hektar Fläche und Platz für rund 1250 Wohneinheiten.

Genannt sind unter anderem Jägerhofstraße, Neuenbaumer Weg, Bolthausen, Tente, Mählersbeck-Nord, Bahnhof Wichlinghausen und Heidter Straße. Nicht berücksichtigt sind sogenannte Umnutzungsflächen.