Laurentiusplatz: Wuppertals Politiker diskutieren über Veranstaltungen

Veranstaltungsplatz : Der Laurentiusplatz ist Thema in der Bezirksvertretung Elberfeld

Else-Helene-Kulturfest und das Beer & Music Festival sind geplant. Es geht in der Sitzung aber auch um den Veranstaltungsort an sich.

Größer gefeiert wird demnächst gleich zwei Mal auf dem Laurentiusplatz. Am 25. Mai lädt die Armin T. Wegner-Gesellschaft zum Else-Helene-Straßenfest ein. Vom 30. August bis 1. September ist dort das Beer & Music Festival geplant. Für beide Veranstaltungen muss die Bezirksvertretung Elberfeld in ihrer Sitzung am Mittwoch, 3. April, noch grünes Licht geben.

Bei der ersten Veranstaltung geht es um Else Lasker-Schüler und Helene Stöcker. „Ein Straßenfest in lebendiger Erinnerung an die beiden großen Frauen aus dem Wuppertal“, so die Organisatoren. Es wird unter anderem Musik auf der Bühne geben, aber auch ein Karussell für die kleinen Besucher.

„Eine Kombination aus Bier- und Musikkultur, garniert mit Streetfood“, verspricht der Dortmunder Veranstalter des mehrtägigen Beer & Music Festivals, das in Wuppertal seine Premiere feiern wird.

Der Laurentiusplatz taucht in der Tagesordnung aber noch ein drittes Mal auf. Dabei geht es um das Areal als Veranstaltungsort an sich, wie Bezirksbürgermeister Hans Jürgen Vitenius erklärt. Denn in der Vergangenheit gab es einige Diskussionen, wobei auch die Frage im Raum stand, wer denn überhaupt für die Genehmigung von Veranstaltungen zuständig ist. Aus Sicht der BV ist die Antwort eindeutig. „Wir“, sagt Vitenius. Im vergangenen Jahr waren die Schausteller sauer, weil die BV mehrheitlich gegen eine Familienkirmes auf dem Platz gestimmt hatte. Zuletzt musste sich wiederum die Stadt ordentlich Kritik aus der BV anhören, weil sie — ausgerechnet an Ostern — den Laurentiusplatz für ein Frühlingsfest der islamischen Gemeinde Milli Görüs reserviert hatte, ohne die BV zu informieren.

Milli Görüs verzichtete, nachdem die Emotionen hoch gekocht waren, auf den Platz (die WZ berichtete). Die Stadt versprach, bei der Suche nach einem Ersatzstandort zu helfen. Das Fest soll nun auf dem Karlsplatz stattfinden. Auch darüber muss die BV am Mittwoch befinden.

Vitenius begrüßt den Vorschlag. Er hatte sich in der Vergangenheit stets für eine Belebung des Areals hinter der Rathaus-Galerie eingesetzt. Allerdings: „Die Veranstaltung darf nicht an Karfreitag stattfinden“, erinnert der Bezirksbürgermeister an den „stillen Feiertag“. Auch im Antrag, über den die BV abstimmen wird, heißt es, das Milli Görüs explizit darauf hingewiesen wurde. „Dem Verein wurde von der Bezirksregierung Düsseldorf auf Nachfrage mitgeteilt, dass eine Ausnahmegenehmigung nach § 10 Sonn- und Feiertagsgesetz nicht erteilt werden würde.“ Das Frühlingsfest selbst wird vom 20. bis 22. April über die Bühne gehen. est

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