Lastenfahrräder Emil und Pina sind für ihren Einsatz in Wuppertal bereit

Verkehr : Emil und Pina sind für ihren Einsatz bereit

Leih-Pedelecs in der Nordstadt werden gut angenommen. Es gibt viel Zubehör.

Die Planungen bestehen schon länger, jetzt wurden sie auch umgesetzt: Am vergangenen Dienstag stellte Frank Meyer, Dezernent für Stadtentwicklung, Bauen, Verkehr und Umwelt, das neue Angebot mit Vertretern der Utopiastadt und der Stadt Wuppertal vor. Der kostenfreie Verleih von Pedelecs und Lasten-Pedelecs ist ein Teil des vom Bundesministerium für Umwelt finanzierten Klimaschutzprojektes „Kurze Wege für alle“. „Ziel des Pedelec-Verleihs ist es, den CO2-Ausstoß in den Straßen zu vermindern, die Mobilität zu verbessern“, sagt Projektleiterin Sophie Clees.

Mit dem neuen Verleihangebot gebe es nun ein alternatives Verkehrsmittel, sagt Meyer. Einen Namen haben die beiden Modelle auch schon: Im März 2019 entschieden die Bürger der Elberfelder Nordstadt, wie sie die Pedelecs taufen sollten. Nun werden Nutzer des Angebots entweder auf dem Sattel von „Pina“ (Pedelec) oder „E-mil“ (Lasten-Pedelec) durch die Nordstadt fahren. Die Möglichkeit gab es indes schon seit zwei Monaten, ergänzt Christoph Grothe von der Utopiastadt. „Aber erst jetzt gehen wir nach einer Testphase damit an die Öffentlichkeit, um auch außerhalb des Quartiers Menschen anzusprechen“, betont er. Etwa könne die Ausleihe auch außerhalb des Quartiers attraktiv sein, da man etwa problemlos von der Trasse in die Innenstadt fahren könnte, führt er fort. Und die Lastenräder seien nicht nur für den privaten Gebrauch praktisch, auch zur Arbeit könnten darin Berufsutensilien transportiert werden.

Utopiastadt-Mitarbeiter organisieren den Verleih

Der ehrenamtliche Verleih werde ebenfalls von Mitarbeitern der Utopiastadt organisiert, die auch schon lange Erfahrung durch das bei ihnen ausleihbare Pedelec „Fienchen“ haben. Wer nun also an einer Station ein Elektro-Fahrrad ausleihen möchte, muss zunächst über die Radverleihplattform https://fienchen-wuppertal.de buchen. Dort lässt sich schnell in Erfahrung bringen, ob ein Rad frei ist oder wie nah die nächste Station ist. Dann erhält die Person eine Bestätigungs-E-mail und muss nur noch eine Unterschrift beim Verleiher leisten, der am Standort eintrifft. Wichtig: „Das ausgeliehene Rad muss immer wieder an der Verleih-Station abgegeben werden, wo es mitgenommen wurde“, erläutert Christoph Grothe.

An manchen Verleihstationen wird zudem verschiedenes Zubehör angeboten. So etwa Kindersitze mit Regenschutz für den Gepäckträger (bis 22 kg), Fahrradtaschen, Transportboxen oder Zurrgurte, ebenfalls kostenlos. „Nur keine Fahrradhelme“, sagt Frank Meyer. Die solle aber jeder zur eigenen Sicherheit auf jeden Fall tragen.

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