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Langerfelder Automarkt belebt ab Dezember Leerstand in Wuppertal

Wirtschaft : Langerfelder Automarkt belebt Leerstand an Schwelmer Straße

Zehn Mitarbeiter, davon zwei Auszubildende, sollen dort beschäftigt werden.

Langerfelds prominentester Leerstand wird ab dem 1. Dezember mit neuem Leben erfüllt. Dann eröffnet nämlich der Langerfelder Automarkt an der Adresse Schwelmer Straße 149-153 seinen Handel mit Gebrauchtwagen und zieht in das Verkaufsgebäude des Autohauses Schramm ein, zu dem auf insgesamt etwa 12000 Quadratmetern auch die angeschlossenen Werkstätten gehören.

Der Schriftzug „Autohaus Schramm“ wird verschwinden und durch das neue Logo ersetzt, und Peter Schramm, Geschäftsführer des sich mittels Liquidation verabschiedenden einstigen VW-Händlers, ist erleichtert, dass das gesamte Areal nicht branchenfremd genutzt wird. „Wir hatten unterschiedliche Angebote, die alle nichts mit der Kfz-Branche zu tun hatten. Das hätte bedeutet, dass die Hebebühnen und die gesamten technischen Vorrichtungen oder die Batterie-Ladestation für LKW, in die wir 2017 noch viel Geld investiert hatten, verschrottet worden wären. Das hätte mir in der Seele wehgetan“, gesteht der letzte Geschäftsführer in der 110 Jahre langen Firmengeschichte, die am 31. Dezember 2019 endete. Peter Schramm will die Entwicklung des Langerfelder Automarktes an seiner neuen Heimat beratend begleiten.

Nun zieht der seit 2013 im östlichen Ortsteil agierende Langerfelder Automarkt in das repräsentative Gebäude ein und zentralisiert damit seine insgesamt sechs Plätze an unterschiedlichen Standorten unter freiem Himmel in Langerfeld, auf denen etwa 250 Autos der verschiedensten Größen und Marken angeboten wurden.

Lob für die neuen Arbeitsbedingungen

Ulker Mengütas, der Geschäftsführer des Unternehmens, freut sich über den neuen Standort und lobt die Arbeitsbedingungen, die ihm an der Schwelmer Straße geboten werden. „Man sieht, wie hier jeder Gebäudeteil intelligent durchdacht worden ist.”

Eigentümer des Areals ist die Schramm Grundbesitz GmbH & Co. KG, in die Mengütas als Gesellschafter eingetreten ist. Zunächst werden im Automarkt insgesamt zehn Mitarbeiter beschäftigt sein. „Zwei davon sind Auszubildende im Beruf Einzelhandelskaufmann, drei Mechaniker, ein Lackierer und zwei Autoverkäufer, die für den Fuhrpark und seine Pflege verantwortlich sind“, so Mengütas, der seinem Sohn Emre eine besondere Rolle zugedacht hat. „Das Ziel seiner Ausbildung ist, dass Emre seine Meisterprüfung als Kfz-Mechaniker absolvieren soll.“

Man möchte nämlich auf lange Sicht in die Fußstapfen des Familienunternehmens Schramm treten und einen exzellenten Service rund um das Auto bieten. „Wir haben uns mit dem Langerfelder Automarkt in den letzten Jahren ständig vergrößert und uns schon einen vielversprechenden Kundenstamm geschaffen“, sagt Ulker Mengütas stolz und sieht dem geplanten Umzug voller Zuversicht entgegen.