Lady Di und die Achtziger sind die haarigen Sommertrends

Lady Di und die Achtziger sind die haarigen Sommertrends

Was trägt die Dame, was der Herr in diesem Sommer auf dem Kopf ? Die Friseur-Innung stellt die neuesten Trends vor.

Wuppertal. Die 80er Jahre und Lady Di sind wieder zurück — zumindest auf den Köpfen. In der Sky Lounge wurden die neuesten Frisurentrends präsentiert. Für die Damen gilt: Sommerliche Blondtöne in vielen verschiedenen Nuancen liegen dieses Jahr im Trend. Vorsicht ist jedoch bei einem gelblichen Blond geboten. „Damit die Haarfarbe möglichst natürlich aussieht, kann ein Rosé-Ton ins Haar eingearbeitet werden“, empfiehlt Antonio Weinitschke, Kreativchef des Damenfachs vom Zentralverband des deutschen Friseurhandwerks.

Passend zu der neuen Trendfarbe mutet ein „Lady-Di-Cut“ an: Im Gegensatz zu den Achtzigern sei die Kurzhaarfrisur aber „nicht mehr so steif, sondern viel lockerer und frischer“. Ein weiterer modischer Kurzhaarschnitt aus dem schrillen Jahrzehnt ist der Pilzkopf. „Dieser Haarschnitt lebt mit der Farbe und ist vor allem für junge Leute interessant“, verrät Weinitschke. Die Haaransätze sollen dabei dunkler als die Haarlängen wirken. Dies kann etwa mit einem dunkleren, matteren Ton im Haaransatz erreicht werden. Wichtig sei, dass die Silhouette des Kopfes schmal gehalten werde: „Am besten lässt sich dieses Ergebnis mit einem Undercut erzielen. Dieser Trend wurde vor allem durch die amerikanische Popsängerin Rihanna bekannt“, verrät Weinitschke.

Antonio Weinitschke, Friseur

Alle Frauen, die ihre langen Haare gerne behalten wollen, müssen dennoch nicht auf die aktuellen Trends verzichten: „Mit einem Lockenstab werden langen Haaren schöne Wellen verliehen.“ Der Tipp vom Experten: „Je dicker der Lockenstab ist, desto größere Wellen bekommt das Haar.“ Außerdem werde so der Korkenziehereffekt vermieden. Sogenannte Paintings lassen die Locken „wie von der Sonne geküsst“ aussehen.

Auch auf den Männerköpfen feiern die Achtziger Jahre in diesem Sommer ihr Comeback, nicht nur mit der Popperfrisur: „Möglichst fransig und alles andere als akkurat“ heißt das Motto von Rüdiger Stroh, Vorsitzender des Fachausschusses vom Herrenfach. Das „kontrollierte Chaos“ entsteht durch kurze Seitenpartien und unterschiedlich lange Strähnchen auf dem Deckhaar. Gerade im Stirnbereich sollen die Längenunterschiede auffallen, erklärt Stroh: „So erhält das Haar Höhen und Tiefen und somit Volumen.“ Um die Frisur abzurunden und noch mehr Leben in den Schnitt zu bekommen, empfiehlt der Friseur, die Spitzen zwei Nuancen heller zu färben.

Bei den Herren stehe die Natürlichkeit der Haarfarbe dennoch mehr im Vordergrund als bei den Damen. Der „Popperschnitt“ sei besonders für Männer mit weniger Haaren und Geheimratsecken geeignet, die durch das längere Deckhaar versteckt werden.

Antonio Weinitschke wagt sogar eine Prognose für den Frisurentrend im Herbst und Winter: Da die Kundinnen nicht mehr nur „Locken für einen Tag wollen, wird es wohl wieder eine Dauerwelle geben.“ Auch die Make-Up-Trends bleiben kein Geheimnis: Dieses Jahr wird Orange, Pink und Lachs geschminkt.

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