Kurrende muss ab sofort nicht mehr im „Dschungel“ proben

Kurrende muss ab sofort nicht mehr im „Dschungel“ proben

Wuppertaler Chor freut sich über neuen Proberaum an der Mozartstraße.

Wuppertal. Temperaturen von über 35 Grad, wenig Licht, stickige Luft und eine schwüle Atmosphäre: Die Bedingungen unter denen die Sänger der Wuppertaler Kurrende noch vor einigen Monaten probten, waren alles andere als ideal. Im Sommer glich der Probenraum einem Tropenparadies, im Winter einem Kühlschrank. So waren am Samstag alle froh, endlich den neuen Probenraum an der Mozartstraße einweihen zu können.

Dort soll jetzt dank neuer Isolierung und moderner Klimatechnik vieles angenehmer werden. Freunde, Gönner, die beteiligten Wuppertaler Handwerksbetriebe und Architekten feierten am Samstag mit der Wuppertaler Kurrende den großen Schritt in die Zukunft. "Natürlich hatten wir als Chor auch besondere Anforderungen an die Handwerksbetriebe und Architekten", erinnert sich Olaf Rosier, Kurrende- Vorsitzender.

Die neue Klimaanlage, die künftig für ein konstantes Raumklima sorgen soll, musste zum Beispiel von außen neben den Probenraum gesetzt werden, damit ihr Surren die Proben nicht stört. Eine neue Beleuchtungsanlage, die besser ausgerichtet ist, erleichtert den Sängern ab sofort das Notenlesen. Ein Akustiktechniker sorgte in der Planungsphase schließlich dafür, dass nichts den Klang der Kurrender stört und sich der Gesang optimal entfalten kann.

Davon konnten sich auch die Gäste am Samstagvormittag überzeugen, als der Konzertchor der Kurrende zur Einweihung einige Gesangsstücke zum Besten gab. Eine weitere große Veränderung, die die Proben künftig positiv beeinflussen soll, ist ein Perspektivwechsel für die Sänger. "Wir haben die Verhältnisse im Probenraum um 180 Grad gedreht", erläutert Chorleiter Martin Lehmann. Dadurch blicken die Sänger bei den Proben nicht mehr auf die Fenster und werden vom Gegenlicht geblendet, sondern können sich voll und ganz auf den Chorleiter konzentrieren.

Herausgekommen ist ein Probenraum nach neuestem Standard mit einem Gesamtinvestitionsvolumen auf dem ganzen Kurrende-Gelände von mehr als 500000 Euro. Diese Summe wurde nicht nur durch private Spenden sondern auch von Seiten der Stadt zusammengetragen.

Die Sänger probten am Freitagabend zum ersten Mal im neuen Probenraum und waren auch am Samstag noch überwältigt. "Der neue Raum war für alle eine große Überraschung", sagt Jan (13). Viel schöner sei es nun und vor allem sei die Luft jetzt viel besser, fügen seine Freunde Matthias (13) und Vladimir (10) hinzu.

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