Wuppertal: Zwei Ensembles begeistern

Konzert : Zwei Ensembles begeistern

Golz-Danilov und Royal Street Orchestra in Immanuelskirche.

Zum doppelten Jubiläum der Immanuelskirche – 150 Jahre Kirche, 35 Jahre Trägerverein – passt ein Programm mit Doppelkonzerten. Am Samstag traten zwei erstklassige Ensembles in der ehemaligen reformierten Kirche auf – das Duo „Golz-Danilov“ und das „Royal Street Orchestra“.

Fast beiläufig kommt das emotionale und technisch brillante Spiel der Gitarristen Sören Alexander Golz und Ivan Danilov daher, die mit 14 Jahren ihr Studium an der Musikhochschule in Wuppertal aufnahmen, zuletzt den Preis für Kunst und Kultur der Springmann-Stiftung erhielten. In die Melodien von Isaac Albeniz, die spanische Landschaften in Klänge fassen, vertieften sie sich bis in die feinsten Verästelungen. 

Überzeugend wurden die Kontrastreize des Brasilianers Egberto Gismonti ausgespielt. Mit der „Tango Suite“ von Astor Piazzolla langte das Duo am Rio de la Plata an. Im ersten Teil handhabte Golz sein Instrument virtuos-perkussiv. Danach swingte es elegant, bevor es furios schnell in die Schlussrunde ging.

Das „Royal Street Orchestra“ machte es spannend: Oberhalb der Bühne spielte Cornelius Thiem weltentrückte Cello-Linien. Christian Mohrhenn ging trommelnd durch das Publikum. Vereint auf der Bühne, erweiterten Christopher Esch (Gitarre) und Gert Kapo (Flügel) das Klangspektrum. Es war Akkordeonspieler Dragan Burmazovic, der den Sound des Quintetts definierte. Sein Spiel verband Balkan-Melodien und Jazz zu einem stimmigen Ganzen. Improvisierend begleiteten ihn seine Kollegen. Esch fügte Flamenco zu, Thiem eindringlichen Rock. Eine Mischung, die die Zuhörer begeistert aufnahmen. Die ausgedehnte Zugabe wurde mit rauschendem Jubel begrüßt. dad

Mehr von Westdeutsche Zeitung