Wuppertal: Taltontheater feiert Premiere mit "Ankomme Dienstag"

Taltontheater : „Ankomme Dienstag“: Taltontheater feiert Premiere

Das fünfköpfige Ensemble überzeugt vor ausverkauftem Haus mit dem Stück von Jean Stuart.

Und plötzlich steht er da – der über fünf Jahre verschollene und für tot erklärte Ehemann. Klar, dass sein Anblick bei den Damen für ein kurzes Wegtreten sorgt. Die Premiere des Stückes „Ankomme Dienstag – Stop - Fall nicht in Ohnmacht” aus der Feder von Jean Stuart sorgte im Taltontheater für ein ausverkauftes Haus und viel Begeisterung im Publikum. Das fünfköpfige Ensemble um Regisseur und Schauspieler Jens Kalkhorst überzeugt mit komödiantischen Talent, Wortwitz und schauspielerischer Leistung.

Der tot geglaubte
Ehemann platzt in den Urlaub

Die Story der Komödie ist schnell erzählt. Ein Mann ist nach einem Flugzeugabsturz seit fünf Jahren verschollen. Seine Witwe wartet und wartet auf ihn, doch nach erfolglosen Suchaktionen lässt sie ihn schließlich für tot erklären, verliebt sich wieder und plant ihre Hochzeit.

Doch ganz so simpel endet Stuarts Komödie nicht, denn mitten in den erholsamen Urlaub der Witwe platzt der Totgeglaubte. Und dann steht auch noch der Besuch des Neuen an - das Chaos ist perfekt. In den Hauptrollen als Ehepaar Jacqueline und Michel Rodier überzeugen Daniele Stibane und Jens Kalkhorst. Obwohl der Einstieg von Stibane zu Beginn des Stückes etwas holprig ist, steigert die Schauspielerin ihre Interpretation der aufbrausenden, aber sympathischen Witwe und spätestens in der zweiten Hälfte entfalten sich Talent und Können.

Mit einer Doppelrolle als Michel und Zwillingsbruder Pascal, der stets seinen Kopf für den Lebemann Michel hin hält („47 Ohrfeigen”), spielte sich Jens Kalkhorst in die Herzen des Publikums.

Ein rasantes Stück
mit vielen Wendungen

Auch Michel, ein Paradebeispiel für Untreue und aalglatter Männlichkeit, und Pascal, sein komplettes Gegenteil, haben die Lacher auf ihrer Seite. Mit zwei glänzend besetzten Nebenrollen überzeugen Moritz Stursberg in der Rolle des Pierre Trameau, Chef der Fluglinie, sowie Nicole Sieper als geschwätzige und vorlaute Mamsell Suzanne.

Ein rasantes Stück um Liebe mit vielen Wendungen - sehr empfehlenswert. Weitere Aufführungen: Samstag, 1. Dezember, 20 Uhr, Sonntag, 2. Dezember, 18 Uhr, Samstag, 15. Dezember, 20 Uhr, Sonntag, 16. Dezember, 18 Uhr, Donnerstag, 20. Dezember, 20 Uhr, Freitag, 21. Dezember, 20 Uhr.

Mehr Informationen und Eintrittskarten gibt es online unter

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