Wuppertal: Schüler stellen im Neuen Kunstverein aus

Neuer Kunstverein : Schüler stellen im Neuen Kunstverein aus

Sechs- bis 18-Jährige zeigen Panoramen, Collagen und Fantasiewesen.

Landschaftspanoramen, Collagen aus Häuserfronten, Insekten in Nahaufnahme und stachelige Fantasiewesen in leuchtendem Rot, Blau und Gelb: In den vergangenen Monaten haben Schüler der OGS Am Nocken und der Gesamtschulen Barmen und Else-Lasker-Schüler sich von verschiedenen Ausstellungen im Neuen Kunstverein inspirieren lassen, um dann selbst künstlerisch tätig zu werden. Die Ergebnisse werden nun unter dem Titel „Landschaft…“ im Neuen Kunstverein ausgestellt. Bereits zum siebten Mal wurde die Schulkooperation in diesem Jahr durchgeführt.

Der Leistungskurs Kunst der Gesamtschule Else-Lasker-Schüler hat sich sein Umfeld durch die Vergrößerung kleiner Bildausschnitte und Radierungen zu den Themen Nähe und Distanz erschlossen. Die Jahrgänge zehn und zwölf haben mit verschiedenen Techniken experimentiert, bis hin zu dreidimensionalen „Tunnelbooks“. Die elfte Jahrgangsstufe der Gesamtschule Barmen hat aus Kohle- und Tuschelinien fiktive Landschaften entstehen lassen und sogar deren Hängung professionell geplant: Oben hängen die helleren Bilder, nach unten hin werden sie dunkler.

Die Stachelwesen, die im ganzen Ausstellungsraum verteilt sind, haben die jüngsten Projektteilnehmer beigesteuert. „Am meisten Spaß hat es gemacht, die Stöcke durchzustecken“, findet Luisa (7). „Aber man musste auch aufpassen, dass sie sich nicht im Weg sind“, fügt Esther (7) hinzu.

„Ich finde es toll, dass die Schüler die Möglichkeit haben, hier auszustellen“, so Anna Severin, die das Projekt bereits seit fünf Jahren als Kunstlehrerin begleitet. Die Künstler erläuterten die Entstehung der Werke bei der Eröffnung am Donnerstagabend mit sichtlichem Stolz. „Es ist schön zu sehen, dass die Bilder auch anderen Leuten gefallen“, so Cihan (18) nach seinem ersten Künstlergespräch mit einem Besucher. Andrea Raak, Leitung der Kunst-AG an der OGS am Nocken, war vom Verhalten der Schüler beim Aufbau beeindruckt: „Man konnte gar nicht erkennen, wer zu welcher Schule oder Klasse gehört, jeder hat überall mit angepackt.“

Noch bis zum 18. November sind die Arbeiten im Neuen Kunstverein zu sehen. Die Schüler beaufsichtigen die Ausstellung während der Öffnungszeiten selbst, es gibt also immer wieder die Gelegenheit, mit den jungen Künstlern ins Gespräch zu kommen. jw