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Von-der-Heydt-Museum: Sonderschau eröffnet

Von-der-Heydt-Museum: Sonderschau eröffnet

„Von Cranach bis Géricault“: Erstmals ist die Sammlung von Jean-François Gigoux in Deutschland zu sehen.

Wuppertal. Die Letzten werden die Ersten sein — das altbekannte Sprichwort erhält im Von der Heydt-Museum eine ganz neue Bedeutung. Denn „Die letzten Augenblicke im Leben von Leonardo da Vinci“, die Jean-François Gigoux 1835 auf der Leinwand festhielt, sind mit das Erste, das Museumsbesucher in der Ausstellung „Von Cranach bis Géricault“ zu sehen bekommen.

Das gigantische Gemälde ist eines von rund 200 Werken, die bis zum 23. Februar 2014 am Turmhof zu bewundern sind. Der Startschuss fiel gestern mit einer Festveranstaltung im voll besetzten Opernhaus.

Schon vor der offiziellen Eröffnung war das Interesse an der „Sammlung Gigoux“ groß gewesen: Die insgesamt 750 Karten, die sich geladene Gäste sichern konnten, waren schnell vergriffen. Umso glücklicher waren gestern die Gesichter der französischen Delegation, ohne die die Ausstellung überhaupt nicht möglich wäre.

„Es ist eine umwerfende Sammlung“, schwärmt Gerhard Finckh, der die Leihgaben aus dem Musée des Beaux-Arts et d’ Archéologie de Besançon bis Februar in seinem Haus präsentieren wird. Das Kompliment des Wuppertaler Museumsdirektors gibt die französische Kuratorin gerne zurück: „Wir sind sehr stolz, die Sammlung hier auszustellen“, betont Sophie Bernard. Im Museum in Besançon steht eine umfassende Sanierung an — so entstand auch die Idee, die Sammlung so lange außer Haus zu geben.

„Es gibt Pläne, sie weltweit auf Reisen zu schicken“, sagt Finckh. „Das Tolle ist, dass wir in Wuppertal den Anfang machen.“ Aber auch sonst soll sich die Kooperation für Wuppertal lohnen: Im Gegenzug wird sich das Von der Heydt-Museum in Besançon präsentieren und Leihgaben nach Frankreich schicken, wenn das dortige Haus erst einmal umgebaut und wieder eröffnet ist. Ob das Gastspiel 2017 oder 2018 stattfindet, steht noch nicht fest. So viel sei aber klar: „Die Franzosen sind sehr an unseren Expressionisten interessiert.“