Von der Heydt-Kunsthalle: Bewerbung für Ausstellung Bergischer Künstler läuft.

Ausstellung : Kunstausstellung 2019 wird verlängert

Von der Heydt-Kunsthalle: Bewerbung für Ausstellung Bergischer Künstler läuft.

Die letzte sogenannte Jahresschau Bergischer Künstler war 1999, die letzte Barmer Biennale liegt stolze 17 Jahre zurück. Im nächsten Jahr soll erneut das Schaufenster für Künstler geöffnet werden, die im Bergischen Städtedreieck leben oder/und arbeiten. Die anfangs geplante Dauer der unter den Titel „Kunstausstellung Wuppertal 2019“ gestellten Veranstaltung, 2. bis 19. Mai, wird deutlich erweitert. Nun sollen die ausgewählten Arbeiten bis zum 7. Juli in der Von der Heydt-Kunsthalle in Barmen zu sehen sein.

„So können mehr Menschen die Ausstellung besuchen“, nennt Kulturbüroleiterin Dr. Bettina Paust einen Grund der zeitlichen Ausdehnung, die freilich auch die Kosten der Schau erhöht. Ein weiterer ist die Erschließung von Fördergeldern, wie der Kulturausschuss in seiner Sitzung diese Woche erfuhr. Im Moment liegt dem Landschaftsverband Rheinland ein Antrag vor, der, so Pausts Hoffnung, bis Mitte Dezember positiv beschieden wird, sind Gespräche über Fördergelder auf der Zielgeraden, hat die Jackstädt Stiftung Förderung zugesagt.

Ein „großes Bedürfnis nach der Ausstellung“ hat Paust in Wuppertal ausgemacht. Für sich selbst sieht die neue Kulturbüroleiterin die Schau als einen „Primaeinstieg“ in die hiesige Kunstszene: „Ich bin sehr gespannt, wie sich die Ausstellung zusammenfügen wird, sowohl was die Medien als auch die Altersstruktur der Künstlerinnen und Künstler betrifft.“ Bewerben können sich diese noch bis 30. November - am 19. Dezember wird eine siebenköpfige Jury zehn bis zwölf Künstlerinnen bzw. Künstler auswählen. Paust: „Der Jury gehören zwei Künstlervertreter, ferner der Direktor des Kunst-Museums Bochum und der der Kunsthalle Recklinghausen, weil beide Museen sich mit zeitgenössischer Kunst beschäftigen, die einen NRW- und einen internationalen Bezug hat, eine Mitarbeiterin des Von der Heydt-Museums und ich an.“

Das neue Ausstellungsformat wird nicht nur von den hohen Erwartungen der Wuppertaler Kunstszene begleitet, die endlich wieder die Kunsthalle bespielen will, sondern soll auch die Frage nach der künftigen Nutzung des Gebäudes beantworten helfen. Ausschussvorsitzender Rolf Köster (CDU) will das Thema denn auch bald auf die Tagesordnung setzen. Paust warnt unterdessen vor zu schnellen Festlegungen. Die Ausstellung sei ein Testlauf, „wie so etwas nach so vielen Jahren funktionieren kann.“ Im Anschluss müsse über Form, Konstellation, Partner, Wiederholungsrhythmus nachgedacht werden. „Wir müssen erst mal Erfahrungen sammeln“, betont sie und meint damit auch einen vorsichtigen Umgang mit Besucherzahlen. Es gehe nicht nur um absolute Zahlen, die bei einer Vier-Tage-Woche natürlich geringer ausfallen müssen als bei einer sechs-Tage-Woche. “Wir müssen ein Gefühl für die Besucher entwickeln. Wer kommt, was er/sie mit nimmt, was hängen bleibt.“

Infos bietet das Kulturbüro im Netz. Unter dem Navigationspunkt Kunstausstellung soll auch eine digitale Präsentation von Künstlern und Ausstellung eingestellt werden.

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