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Volksbühne: Die Abos sind neu gemischt

Volksbühne: Die Abos sind neu gemischt

Die Kulturgemeinde unterstützt das Theater in Cronenberg – und nimmt die Bühne ins Programm auf.

Wuppertal. Wuppertaler mögen’s gemischt. Wenn sich schon eine Tragödie ankündigt, dann möchte das Publikum auch lachen dürfen - früher oder später, versteht sich.

"Gemischte Abos sind am beliebtesten", hat Carmen Brück festgestellt. Die Mitarbeiterin der Volksbühne weiß: Eines der gefragtesten Abos ist der "Kultur-Mix", der vier Abende mit Musiktheater, fünf Schauspiel-Besuche und ein Sinfoniekonzert verspricht.

Denn Wuppertaler mögen’s auch klassisch. Und weil dabei ein ungekrönter Kaiser den Takt angibt, ehrt ihn die Kulturgemeinde auf ihre Weise: Sie legt erneut ein eigenes "Kamioka-Fan-Abonnement" auf.

Das beliebte Angebot dürfte auch in der neuen Saison gefragt sein, denn wer sich via Volksbühne mit dem Generalmusikdirektor verabredet, erlebt zwei Opern und drei Sinfoniekonzerte.

Abgesehen davon hat die Volksbühne die (Theater-)Karten neu gemischt - zumindest im Unterhaltungsbereich. Damit kommt der Vorstand dem Geschmack des Publikums entgegen und legt zugleich ein klares Bekenntnis zum Theater in Cronenberg (TiC) ab, das trotz Insolvenz weitermachen will (die WZ berichtete).

Denn Wuppertaler mögen’s vor allem unterhaltsam. Nicht nur, dass die Geschäftsstelle an der Kirchstraße deshalb ab sofort als offizielle Vorverkaufsstelle für das TiC gilt - das Theater selbst wurde in die "U-Gruppe" aufgenommen. Die geballte "U"-Offensive, also der wohl dosierte Unterhaltungsmix, führt Abonnenten ins TiC, in die Comödie, zu den Wuppertaler Bühnen und ins Forum am Kipdorf.

Das ganze Theater betrifft Michael Braun zwar nicht direkt. Aber auch er hat gemischte Gefühle. Als Leiter der Gruppe "Bildende Künste" betreut er ein wichtiges Standbein des Vereins: die Kulturreisen. An sich eine schöne Aufgabe, weil "Berlin im Advent", der "Frühling in Paris" und die Schweriner Schlossfestspiele immer eine Reise wert sind. Die Nachfrage ist allerdings so groß, dass Braun kaum nachkommt.

Wuppertaler sind zwar gerne unterwegs. Sie mögen’s andererseits aber auch zentral. Der Umzug an die Kirchstraße sei deshalb richtig gewesen, wie 1. Vorsitzender Hermann Weber betont. Dabei erfüllt das Schaufenster der Geschäftsstelle offensichtlich seinen Zweck. Die Blickfänge, die dort zu sehen sind, sind Theaterkostüme und sollen buchstäblich anziehend wirken. "Wir sind schon gefragt worden, ob wir ein Modegeschäft haben", erzählt Braun mit einem Schmunzeln.

Benefizkonzert Am 29. November, 19.30 Uhr, organisiert die Volksbühne einen "Abend für Edvard Grieg" im Forum, Kipdorf 29. Joachim Dorfmüller spielt Klavier und referiert. Der Erlös geht an "Wuppertaler in Not" (WiN).

Kontakt Nähere Infos gibt’s in der Geschäftsstelle, Kirchstraße 16, unter Telefon 44 61 11.