Ulrich Dohmens abstrakte „Zeichen der Passion“

Der Kölner Ulrich Dohmen stellt im Katholischen Stadthaus aus.

Wuppertal. Die 14 Stationen des Leidens Christi in einer äußerst abstrakten Form sind derzeit im Katholischen Stadthaus an der Laurentiusstraße 7 zu sehen. Der Kölner Ulrich Dohmen hat seine „Zeichen der Passion“ aus erdigen Farbtönen und dezenter Symbolik zusammengesetzt. „Es ging mir um Zeichen und die Serie“, sagt er. Dem Kreuzweg nachzuspüren, empfand er als „eine persönliche künstlerische Herausforderung.“ Gerade der thematische Bezug des Zyklus reizte ihn. Und so stehen nun 14 schmale, hochformatige Bilder im Halbkreis. Alle gleichen sich in ihrem Grundaufbau — natürlich bräunliche Farben, mehr oder weniger eindeutige Symbole und vereinzelt rötlich-braun verlaufene Farbe, die an geronnenes Blut erinnern soll. Dohmen: „Dazu habe ich Marmormehl verwendet, um mehr Struktur zu erhalten.“

Immer wieder lassen die Werke viel Raum für die eigene Interpretation. Wie das Bild auf einen wirkt, hängt ganz vom persönlichen Blickwinkel ab. Weniges gibt der Künstler vor, wie beispielsweise vereinzelte Wörter oder Pfeile. Direkt nach der Verurteilung Jesu sind im zweiten Bild drei Pfeile zu sehen, die nach rechts zeigen — die Richtung, in die der Betrachter weiter gehen soll. Am Ende des Halbkreises dann, im Bild der Grablegung, deuten vier Pfeile nach links, denn: „Wir müssen die Leidensgeschichte immer wieder begehen.“ Daneben sind natürlich auch jede Menge Kreuze auszumachen. So auch im siebten Werk, in dem angedeutet ist, wie Jesus zum zweiten Mal unter das Kreuz fällt. Hier bildet verlaufenes Blut ebendieses Kreuz.

Zur Ausstellung gibt es ein Rahmenprogramm des Katholischen Bildungswerks: Eine Begegnung mit Christus in Texten, Bildern und Musik findet am 12. März um 19.30 Uhr statt; das literarische Café am 16. März um 16 Uhr (Anmeldung bis zum 12. März); das Johannesevangelium im neuen Licht gibt es am 19. März um 19.30 Uhr. Daneben werden Führungen am 9., 15. und 21. März angeboten. Infos zur Anmeldung, Eintrittspreisen und Zeiten gibt es unter Telefon 49 58 30. Die Ausstellung kann am 9., 14., 16., 21. und 22. März von 9.30 bis 12 Uhr sowie am 13. und 15. März von 18 bis 21 Uhr besucht werden. Die Finissage mit dem Künstler beginnt am 22. März um 19.30 Uhr.

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