TiC-Theater freut sich über gute Zahlen und solide Finanzen

TiC-Theater freut sich über gute Zahlen und solide Finanzen

Die Laien-Bühne freut sich über 26.000 Besucher und 92 Prozent Auslastung im Jahr 2012. Die Sponsoren stehen zur Bühne.

Cronenberg. Stabile Besucherzahlen, hohe Auslastung und bereitwillige Förderer — das Cronenberger TiC-Theater blickt nicht nur auf ein gutes Jahr 2012 zurück, sondern auch auf erfolgreiche fünf Jahre seit Gründung der TiC-Theater gGmbH im Dezember 2007. „Ich bin stolz auf das Erreichte“, sagt Rinke-Geschäftsführer Peter Krämer, Vorsitzender des TiC-Beirats, der die Finanzen des Privattheaters im Blick behält.

Die Zahlen: 350 Vorstellungen und acht neue Inszenierungen spielten die Laien-Darsteller im vergangenen Jahr und erreichten damit exakt den Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. „Mehr Vorstellungen wollen wir unseren Darstellern auch gar nicht zumuten“, betont Stefan Hüfner, musikalischer Leiter des TiC. Von der Auslastung können die städtischen Bühnen nur träumen: 92 Prozent erreichte das TiC 2012 — und 90 Prozent über den Fünf-Jahres-Zeitraum. Damit kamen zwischen Januar und Dezember 26 000 Besucher. Der Langzeit-Schnitt liegt sogar noch darüber.

Stefan Hüfner, musikalischer Leiter des TiC-Theaters.

„Wir hatten in den fünf Jahren keinen Flop“, freut sich Hüfner. „Sogar Klassiker wie ,Der Zerbrochne Krug‘ von Kleist erreichten nach einer Anlaufphase eine gute Auslastung.“ Stücke wie „Hair“ und — seit einem Jahr — die Präsenz auf Facebook hätten junge Zuschauer angezogen. Mit Komödien, Literatur-Adaptionen, Musicals, Dinner-Vorstellungen und Klassikern bot das TiC in der Tat eine bunte Mischung an. Doch trotz des guten Besuchs reichen die Einnahmen nicht aus, um alle laufenden Kosten zu decken.

Peter Krämer, Rinke-Chef und Vorsitzender des TiC-Beirats, angesichts der trotz guten Besuchs nicht vorhandenen Kostendeckung.

Durchschnittlich zahlten die Besucher im vergangenen Jahr 15,75 Euro pro Karte. Die reellen Kosten jedoch lagen bei 20,50 Euro. „Wir wollen die Kartenpreise trotzdem stabil halten“, verspricht Peter Krämer. Der Fehlbetrag von 4,75, der sich in ähnlicher Höhe durch die Jahre zieht, wird durch verschiedene Förderer aufgefangen: Die Stadt zahlt derzeit pro Ticket 80 Cent dazu. Der auf gut 800 Mitglieder angewachsene Förderverein „TiC-Club“ gibt 1,90 Euro pro Karte, Sponsoren weitere 1,75 Euro und Spender 90 Cent.

Damit weist die Bilanz dieses Jahr sogar ein leichtes Plus auf nach einem leichten Minus 2011. „Mit Transparenz kann man sehr viel erreichen — damit sind auch Sponsoren besser zu überzeugen“, sagt Krämer angesichts des genauen Zahlenwerks, das jeden Monat ausgewertet wird.

125 000 Euro müssen jedes Jahr eingeworben werden. Das 2007 von den Gesellschaftern eingelegte Eigenkapital ist weiterhin in voller Höhe vorhanden. So ist das TiC-Theater für die kommenden fünf Jahre gut aufgestellt und kann auch Experimente wagen. Denn immer wieder, so Hüfner, seien Gäste von Stücken abseits des Mainstreams positiv überrascht worden. Der musikalische Leiter abschließend: „Das TiC ist stabil und relevant für die Bürger im Bergischen Land.“

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