Thomas Birnstiel auf neuen Wegen: "Peer Gynt" geht nach Karlsruhe

Thomas Birnstiel auf neuen Wegen: "Peer Gynt" geht nach Karlsruhe

Der 29-jährige Schauspieler kam als Berufsanfänger- und wechselt nun zum Badischen Staatstheater.

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p class="text">In der Farce "Der nackte Wahnsinn" stand <b>Thomas Birnstiel zum letzten Mal auf der Bühne des Wuppertaler Schauspielhauses. Nun geht die Reise nach Karlsruhe, wo der Schauspieler ab der kommenden Spielzeit ein Engagement beim Badischen Staatstheater hat. Vier Jahre lebte und arbeitete der 29-Jährige in Wuppertal - privat wie beruflich eine Zeit mit Höhen und Tiefen. "Als Schauspieler steht man hier leider selten auf der Bühne, vielleicht acht- oder neunmal pro Inszenierung. Das wird in Karlsruhe zum Glück anders sein", sagt Birnstiel. "Großartig war es allerdings, mit gerade mal 28 Jahren Rollen wie ‚Hamlet’ oder ‚Peer Gynt’ spielen zu dürfen."

Großartig war die Zeit in Wuppertal aber ansonsten nicht unbedingt: "Nach der Trennung von meiner Freundin hatte ich nicht besonders viele soziale Kontakte", sagt der gebürtige Münchner, der Wuppertal "eher dunkel" findet.

In eher dunkler Stimmung fand Birnstiel Zuflucht in seiner Ölberg-Wohnung - und auf der Bühne: "Es hört sich irgendwie kitschig an, aber gerade dann, wenn ich privat nicht so gefestigt bin, ist die Bühne wirklich ein Zuhause."

Die Bühnenbretter betrat der Mime schon früh: Mit 14 Jahren wusste er bereits, dass er Theaterspielen wollte, und engagierte sich auf dem Gymnasium im Schultheater. Nach Abitur und Zivildienst ging es für vier Jahre nach Berlin auf die Ernst-Busch-Schauspielschule, es folgten Engagements in Braunschweig und München. 2003 führte der Weg schließlich nach Wuppertal.

Rückblickend sagt Birnstiel: "Zum Lernen war’s hier sehr gut, ich möchte aber einfach mehr spielen." Ob Komödie oder Tragödie, ob klassisch oder modern - der Schauspieler ist für alles offen: "Ich gehe prinzipiell gerne mit Sprache um, da ist jede Richtung interessant."

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