1. NRW
  2. Wuppertal
  3. Kultur

Spielplan: Starke Stücke von Fitzek, Dietl, Kruse und Wilder

Spielplan : Starke Stücke von Fitzek, Dietl, Kruse und Wilder

Spielplan des Tic-Theaters wartet mit sieben Premieren und einer Wiederaufnahme auf.

Das Theater hat einen guten Lauf, hält seit Jahren seine Zuschauerzahl bei etwa 25 000, 2019 waren die insgesamt 350 Vorstellungen zu 90 Prozent ausgelastet, mit dem Musical „Die Blues Brothers“ wurde ein Megaseller erzielt, der nach wie vor auf etliche Wochen hinaus ausverkauft ist. „2019 war ein ausgeglichenes Jahr, aber Unterstützung bleibt notwendig“, fühlt sich der Geschäftsführer des Tic-Theaters, Ralf Budde, bestätigt, betont zugleich die Bodenhaftung. Und freut sich zugleich auf den Spielplan 2020.

Seit Ende 2007 leiten Budde und Stefan Hüfner das Tic, gehen mit einem Programm in ihr zwölftes Jahr, das vielseitig, engagiert und unterhaltsam ist. Und das an vielen Stellen ehemalige Ticianer, die mittlerweile die Bühne zu ihrem Beruf gemacht haben, für Gastspiele zurück an den Ort ihrer Anfänge führt, um dort vielleicht „die next generation“ zu entdecken, sagt Budde erfreut.

Die erste Inszenierung des Jahres ist wie immer ein Krimi, der es diesmal in sich hat und die Tradition der augenzwinkernden Wallace-Stücke unterbricht: Der Psychothriller „Die Therapie“ beruht auf dem gleichnamigen Debütroman von Sebastian Fitzek, der 2006 dessen Prominenz als Bestsellerautor begründete. Der Vorverkauf für die Premiere am 26. Februar laufe auf Hochtouren, so Budde, der inszeniert.

Ab 17. April folgt die erste musikalische Produktion. „Ewig jung“ von Erik Gedeon bringt in bester Franz Wittenbrink-Manier viele bekannte Lieder in fremdem Kontext auf die Bühne. „Hier werden nicht Lieder nacheinander heruntergesungen, sondern eine Geschichte erzählt“, erklärt Hüfner, der die musikalische Leitung hat. Dustin Smailes, der schon drei Produktionen am Tic verantwortete, inszeniert.

Smailes Frau Stefanie, die er (natürlich) im Tic kennengelernt hatte, gestaltet den Soloabend „All das Schöne“ von Duncan Macmillan, der ab 30. April die Reihe „Starke Stücke“ fortsetzt. Das Format bietet ernste, herausfordernde Stücke. In diesem Fall geht es um das aktuelle Thema Depression, das auf sensible Weise in Szene gesetzt werde. Die Theatermacher versprechen einen ungewöhnlichen Abend, der die Zuschauer ins Geschehen einbinde.

Julia Meier ist mittlerweile Ensemblemitglied des Wuppertaler Schauspiels, ihre Bühnenanfänge liegen im Tic, für das sie ab 8. Mai die Komödie „Die Tanzstunde“ von Mark St. Germain inszeniert. Die dreht sich um einen autistischen Professor, der für eine Preisverleihung Tanzstunden bei einer Tänzerin nimmt, die durch eine Knieverletzung gehandikapt ist. Ernste Dinge werden auf humorvolle Weise verhandelt, so Hüfner.

„Schtonk!“ heißt die Komödie, die auf dem gleichnamigen beliebten Film von Helmut Dietl basiert. Budde wollte die absurd witzige und bitterernste Story um die gefälschten Hitler-Tagebücher, an denen die Illustrierte „Stern“ in den 80er Jahren scheiterte, schon lange aufführen. Ab 4. September ist es soweit.

Urmel spricht mittlerweile verschiedene Generationen an

Einen weiteren, lang gehegten Wunsch erfüllen sich Hüfner (musikalische Leitung) und Budde (Inszenierung) mit dem diesjährigen Musical: „Sugar – Manche mögen’s heiß!“ von Peter Stone, Jule Styne und Bob Merrill. Es basiert auf Billy Wilders bekannter US-amerikanischer Filmkomödie mit Marilyn Monroe, Tony Curtis und Jack Lemmon. Der Blockbuster verspreche große Ausstattung, prachtvolle Kostüme, viele Personen und Musik. Premiere ist am 16. Oktober.

Auch „SMS für Dich“ nach dem Roman von Sofie Cramer wurde verfilmt. Die klassisch romantische Komödie um eine junge Frau, die SMS an ihren verstorbenen Mann schreibt, ohne zu wissen, dass die Telefonnummer mittlerweile an einen anderen vergeben wurde, werde von Stefanie Smailes ansprechend und herzzerreißend inszeniert, kündigt Budde an.

Die einzige Wiederaufnahme des Jahres wird derzeit noch gespielt. „Urmel aus dem Eis“, Familienstück nach Max Kruse, begeisterte schon frühere Generationen und tut dies seit Dezember im Tic. Und zwar so erfolgreich, dass es ab 29. November wieder gezeigt wird. Hüfner: Es spricht wirklich Eltern, Großeltern und Kinder an.“

Informationen zu Tickets und mehr gibt es im Netz.

tic-theater.de