Krise: Stadtspitze bekennt sich zum Dreispartentheater

Krise : Stadtspitze bekennt sich zum Dreispartentheater

Betriebsversammlung von Bühnen und Orchester: Probleme noch nicht gelöst.

Ein Bekenntnis zur Zukunft des Dreispartentheaters mit Oper, Schauspiel und Sinfonieorchester haben am Mittwoch Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Andreas Mucke, Stadtkämmerer Johannes Slawig und Kulturdezernent Matthias Nocke abgelegt. Hintergrund: Diese Woche war bekannt geworden (die WZ berichtete), dass bis zum Sommer den Bühnen 750 000 Euro fehlen. Das Eigenkapital wird im Laufe des Jahres aufgezehrt.

Auf einer Gesamtbetriebsversammlung von Wuppertaler Bühnen und Sinfonieorchester GmbH erläuterte Mucke die schwierige finanzielle Lage und die Schritte, die der Aufsichtsrat eingeleitet habe, um die Ursachen zu finden und das Problem zu lösen: „Die wichtigste Nachricht lautet: Es geht weiter! Wir wollen noch viele erfolgreiche Spielzeiten erleben und stehen zu Oper, Schauspiel und Sinfonieorchester. Wir sind stolz auf unsere drei Sparten und erleben seit einigen Jahren einen deutlichen Aufschwung bei den Bühnen.“

Slawig erklärte, dass die Stadt als Träger die Planungen für die kommende Spielzeit absichere. Die Liquidität des Unternehmens sei gewährleistet. Jetzt gehe es darum, eine Lösung für die nachhaltige Konsolidierung zu finden, was schwierig sei: „Es muss gelingen, zusätzliches Eigenkapital bereit zu stellen, ohne dass der gerade vom Rat beschlossene Haushaltsplan 2020 und 2021 gefährdet wird.“ Auch Nocke hob die große Bedeutung der Wuppertaler Bühnen hervor und verwies auf ihre Erfolge: „Die Arbeitsplätze sind sicher - ohne Einschränkung.“

 Geschäftsführer Siekhaus wies darauf hin, dass eine langfristige Sicherung der Bühnen nur realisiert werden könne, wenn es einen Ausgleich der Tarifkostensteigerungen gebe.