Skulpturen und Bilder in alten Gemäuern

Skulpturen und Bilder in alten Gemäuern

Die Künstlerin Reni Losekamm hat im Fachwerkhaus Steinweg eine Galerie eröffnet.

Wuppertal. Bei der Einweihung der Galerie Steinweg am 17. März konnte sich Künstlerin und Galeristin Reni Losekamm auf eine illustre Künstlerrunde freuen. Neben dem Maler Hendrik van Veenendaal, der aus Rotterdam anreiste und auch in der Wuppertaler Kunstszene bestens bekannt ist, hatten sich beispielsweise Bildhauer Take Bijlsma aus Wermelskirchen oder auch die Bochumerin Beate Braumann, die ästhetische Raumobjekte aus Papier fertigt, auf den Weg zum Schloss gemacht, um das neue Schmuckstück am Rande der Burg gebührend einzuweihen. Auch Publizist und Künstler Armin Himmelrath, der einige einleitende Worte sprach, war der Einladung der befreundeten Galeristin gefolgt.

Reni Losekamm, die in den 1980er Jahren in Wuppertal, etwa am Hofkamp, in Oberbarmen oder in der Varresbeck, lebte und neben Studium und einer Anstellung im Kölner Museum Ludwig in der Wuppertaler Traditionsbücherei Nettesheim eine Ausbildung als Buchhändlerin absolvierte, verarbeitet Kunst in all ihren Facetten.

Ob als Kunsthandwerkerin, wo sie etwa Handpuppen für Therapiezwecke fertigte, oder Bildhauerin, wenn sie ausdrucksstarke Skulpturen entwickelt — ihre Werke besitzen stets eine große Aussagekraft. Beeindruckend sind auch ihre Acrylbilder. Dabei zieht besonders eines den Blick des Betrachters auf sich, das durchaus beabsichtigte Interpretationsmöglichkeiten zulässt: „Ich nenne es den Schrei - obwohl meine Werke eigentlich keine Titel haben“, sagt Losekamm, die glücklich ist, sich ihren Wunsch vom Haus mit Galerie, in dem auch ihr Atelier beherbergt ist, erfüllt zu haben.

Mit dem Verkaufserlös des Fachwerkhauses Steinweg wollen die Städte Wuppertal, Rem-scheid und Solingen geplante Baumaßnahmen am Schloss, die das Land mit rund 800 000 Euro subventioniert, finanzieren.

Im Haus des ehemaligen Burg-Geschäftsführers Dr. Dirk Soechtíng will Reni Losekamm, die seit 1990 in Wermelskirchen lebt, nach rund zehn monatiger Umbauzeit eine neue Ära einleuten: „Ich fühle mich hier sehr wohl und es ist sehr inspirierend“, so die Galeristin, für die fairer Umgang miteinander, nicht nur unter Künstlerkollegen, ein absolutes „Muss“ ist. „Ich denke, dass es Künstlern wie auch Kunst interessierten Menschen hier gefallen wird.“