Silvesterkonzert: Das Jahr klingt beschwingt aus

Silvesterkonzert: Das Jahr klingt beschwingt aus

Der Abend, den der Symphonische Chor organisiert, ist immer wieder ein Genuss.

Wuppertal. Seit mehr als 17 Jahren hat es seine Tradition in der Stadthalle: Das Silvesterkonzert des Philharmonischen Orchesters Tirgu Mures fand am Samstagabend im ausverkauften Großen Saal statt und begeisterte auf ein Neues. Mit Werken von Strauß, Lehár und Kálmán erfüllten die rund 50 Musiker des Orchesters unter der Leitung von Franz Lamprecht den Saal mit meist heiteren, flotten Melodien, die das Publikum fröhlich stimmten und zum Mitwippen animierten. Eingeladen hatte der Symphonische Chor Wuppertal.

Besonders Tenor Erwin Feith sorgt für Begeisterung beim Publikum: Er überzeugt nicht nur mit eindrucksvoll tiefer, zugleich deutlicher, kräftiger Stimme, sondern auch mit wechselnden Kostümen, die zu den einzelnen Stücken passen. Ob adretter Frack mit Gehstock, Grafentracht oder asiatisches Gewand: Feith ist sehr präsent und bei Stücken wie „Freunde, das Leben ist lebenswert“ oder „O Mädchen, mein Mädchen“ mit sichtlichem Spaß bei der Sache.

Beim traditionellen Silvesterkonzert darf natürlich auch nicht der Bezug zu Wuppertal fehlen: Beschwingt singen die Zuschauer mit, als das „Bergische Heimatlied“ erklingt. Traditionell sind auch die Anekdoten Lamprechts, mit denen er mit Witz und Charme Wissenswertes zu den Werken vermittelt.

Beschwingter Walzer, flotte Polkas und Melodien, die an Frühling und Vogelgezwitscher erinnern: Das Konzert stimmt gut gelaunt auf den Jahresübergang ein. Mal mimt das Orchester eine Lokomotive, dann einen Kuckuck oder ein Gewitter — mit kleinen Schauspieleinlagen und gespielten Patzern sorgt das Ensemble für viele Lacher.

Im Publikum sind die meisten Wiederholungstäter, die es sich zur Tradition gemacht haben, das Silvesterkonzert zu besuchen. „Wir kommen jedes Jahr hierher, es ist für uns schon eine Art Tradition. Es ist immer wieder ein schöner Jahresabschluss, das Orchester und der Dirigent gefallen uns sehr“, sagen Hans und Jutta Stiens. Auch Werner Altgeld ist nicht zum ersten Mal dabei: „Es ist immer ausgezeichnet, ich bin seit sechs Jahren hier. Es ist Musik zum Miterleben mit guter Atmosphäre. Wir freuen uns jedes Jahr darauf.“

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