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Schulkonzert: Musikvergnügen mit Peter und der Wolf

Schulkonzert: Musikvergnügen mit Peter und der Wolf

Musiker des Sinfonieorchesters bringen Kindern das Musik-Stück „Peter und der Wolf“ näher.

Wuppertal. Die Mitglieder des Wuppertaler Sinfonieorchesters sind begabt. Nicht nur musikalisch, sondern auch didaktisch. Immer wieder neue Musiker treten im Schulkonzert als Conférenciers auf, und alle machen ihre Sache gut. Diesmal begrüßt erst Querflötistin Catarina Laske-Trier die Schüler im Mendelssohn-Saal der Stadthalle, dann übernimmt Schlagzeuger Martin Schacht.

"Wer hat ,Peter und der Wolf’ geschrieben", will er von den Schülern wissen - und sofort schnellen die Finger nach oben. Die Lehrerinnen (es sind fast ausschließlich Frauen im Saal) und die Mitglieder der Sinfoniker haben die Schüler gut vorbereitet. "Sergej Prokofjew", wissen die Dritt- und Viertklässler sicher.

Mit der nächsten Frage jedoch schießt Martin Schacht ein Eigentor: "Und wo kommt der her?" "Aus der Ukraine", antwortet ein Schüler richtig, ist der Komponist doch auf einem Gut bei Jekaterinoslaw geboren. "Oh, genau weiß ich das gar nicht", zieht sich Schacht aus der Schlinge.

Einfacher wird es bei den Tieren. Natürlich erkennen die Kinder sofort, dass die Querflöte den Vogel, die Oboe die Ente und die Hörner den Wolf spielen. Mit sichtbarer Spielfreude führen die Sinfoniker die bekannten Motive vor. "Das klingt ganz schön unheimlich", findet Schacht bei den Wolf-Klängen. "Nein", schallt es zurück. Die Kinder lassen sich ebenso wenig bange machen wie der Peter aus der Geschichte.

Die Klasse 4b von der Gevelsberger Grundschule am Strucker Berg hat zusätzlich die Figuren der Geschichte im Großformat gemalt und zeigt sie vor der Bühne. Und dann folgt schließlich das ganze musikalische Märchen am Stück.

Florian Frannek ist extra vom Schleswig-Holsteinischen Landestheater angereist, um das Orchester zu dirigieren. Ingeborg Wolff, Schauspielerin der Wuppertaler Bühnen, liest dazu die Geschichte. "Das klingt toll", sind sich danach Christina (10 Jahre) und Rosalie (10) mit ihren Klassenkameraden einig.