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Schöne Prinzessinnen und böse Wächter

Schöne Prinzessinnen und böse Wächter

Wuppertal. Der Feuervogel ist überall in der Stadthalle zu finden: auf den Bildern der Klasse 6b des Gymnasiums Langenberg, die per Projektion gezeigt werden, im Rot der Kleidung von Martin Schacht und Nicola Hammer - und natürlich in der Musik.

Das Sinfonieorchester spielte am Mittwoch unter Leitung von Florian Frannek das Ballett von Igor Strawinsky im Schulkonzert. Schlagzeuger Martin Schacht und Klarinettist Gerald Hacke haben das Konzert für die fünften und sechsten Klassen mit viel Liebe und Arbeit vorbereitet. Sie erzählen im Mendelssohn Saal nicht nur die Geschichte um den Prinzen Iwan, der dem Feuervogel folgt und dabei im Zaubergarten des bösen Kastschej landet, sondern noch viel mehr: ",Der Feuervogel’ war das Werk eines noch völlig unerfahrenen Musikstudenten, der damit schlagartig berühmt wurde", sagt Schacht. Und er stellt zwei Instrumente vor, die ausführlich solistisch zu hören sind: Miriam Freymond berichtet, wie sie auf die Idee kam, Horn zu lernen, und dass Üben dafür unumgänglich sei. Fagottistin Nicola Hammer spielt - während sie im Saal umherläuft - die Melodie, mit der der Feuervogel die bösen Wächter zum Einschlafen bringt. Klavier und Kontrabässe führen den Unterschied zwischen einer bedrohlich wirkenden oktatonischen Tonleiter und dem gewöhnlichen Dur vor.

Die Klasse 6c und die Tanz-AG der Max-Planck-Realschule tanzen zur Musik des Sinfonieorchesters die schönen Prinzessinnen und die bösen Wächter, das Licht flackert an den Wänden. So wird die emotionale Musik von Strawinsky noch deutlicher. Begeistert nehmen die Schüler die farbigen Klänge des Feuervogels auf, die das Sinfonieorchester in gewohnter Perfektion darbietet. tah