Rainer Widmanns Jazztipps für Wuppertal

Kultur : Video-Suite, Blue-Note-Story und US-Jazz-Bass-Star

Mit Steve Swallow kommt einer der ganz großen US-amerikanischen Jazzbassisten nach Wuppertal.

Im Rahmen der von Heiner Bontrup konzipierten Video-Suite zum 150. Geburtstag von Else Lasker-Schüler, die sich mit den Themen Flucht, Vertreibung und Exil auseinandersetzt, bringt der Jazzvibraphonist Mathias Haus am Donnerstag, 7. November, um 19.30 Uhr im Opernhaus, Kurt-Drees-Straße 4, in Kooperation mit der 15-köpfigen Kammerphilharmonie Wuppertal von Prof. Werner Dickel, seine Komposition für Streichorchester, Vibraphon, Harfe, Trompete, Klavier (Roman Babik) und Schlagwerk ein. Ferner tanzt bei dem Stück zu von Charles Petersohn gestalteten Soundscapes die frühere Pina Bausch-Tänzerin Chrystel Guillebeaud. Die Video- und Licht-Installationen steuert der renommierte Wuppertaler Licht-Künstler Gregor Eisenmann bei.

„Irish Blended Jazz“ verspricht das Quintett Markus Strothmanns Emerald mit Piano, Bass, Gitarre, Drums und der Vokalistin Suzanne Savage, das am Donnerstag, 7. November, um 20 Uhr im Café Simonz, Simonsstraße 36, auf seiner Deutschland-Tour auch in Wuppertal Station macht.

Ebenfalls am Donnerstag, 7. November, zeigt der Ort, Luisenstraße 116, um 20 Uhr den Film „It must Schwing! – The Blue Note Story“. Der Film von Eric Friedler von 2018 erzählt die bewegende Geschichte von zwei Freunden, die durch ihre leidenschaftliche Liebe zum Jazz, 1939 das legendäre Jazz-Label Blue Note Records gründeten.

Im November erprobt die Weltmusikreihe „Schwebeklang“ mit dem Swane-Café, Luisenstraße 102a, einen neuen Ort für ihre Konzerte. Los geht es am Donnerstag, 7. November, um 20 Uhr mit einem Feuerwerk weiblicher Stimmen aus dem Norden Südafrikas, mit dem 1998 gegründeten A-Cappella-Zulu-Sextett Afrika Mamas.

Für Freitag, 8. November, um 19 Uhr lädt das Internationale Begegnungszentrum (IBZ), Hünefeldstraße 54a, zu einem außergewöhnlichen Konzert unter dem Motto „Von Barock zum Jazz“ ein. Vier Musiker und Musikerinnen präsentieren bekannte Standards der Klassik, Oper und des Jazz an Saxophon, Klarinette, Klavier und mit Gesang.

Zu einem „Wohnzimmerkonzert“ laden die beiden Wuppertaler Jazzer Andre Enthöfer (cl, sax) und Uwe Sandfort (g) für Freitag, 8. November um 20 Uhr in die Bergische VHS – Elberfeld, Auer Schulstraße 20, ein.

In der Reihe „Echte Perlen“ treten am Freitag, 8. November, um 20 Uhr in der Bandfabrik, Schwelmer Straße 133, André Nendza und Inga Lühning auf. Lühning ist eine der profiliertesten und erfolgreichsten Sängerinnen Deutschlands und Bassist Nendza ist auf mehr als 60 Tonträgern aufgezeichnet und mehrfach ausgezeichnet.

Die Jazzsängerin Anna Luca wendet sie sich wieder der elektronischen Musik zu und verleiht diesem Genre eine neue, ungewöhnliche Tiefe. Zusammen mit Rasmus Zschoch an Laptop und Synthesizer und Schlagzeuger Christian Mohrhenn ist sie am Freitag, 8. November, um 20 Uhr im Loch, Bergstraße 50, zu erleben.

In der Bandfabrik, Schwelmer Straße 133, beginnt am Sonntag, 10. November, um 19 Uhr die musikalisch-lyrische Performance „Igel-Gesänge“ mit dem Jazzgitarrenduo Uwe Sandfort und Martin Hermann. Groovige, funkige und sphärische Sounds mit originellen Texten vom Wuppertaler Lyriker Matthias Rürup und der Stimme von Kirsten Marter-Dumsch.

Ein ganz besonderes Jazzhighlight präsentiert der Ort, Luisenstraße 116, am Montag, 11. November, um 20 Uhr. Dort gastiert der Posaunist, Pianist und Flötenspieler Christian Muthspiel zusammen mit dem weltberühmten US-amerikanischen Jazzbassisten Steve Swallow. Die beiden stellen dort ihr neues Album „Simple Songs” vor.

Um 20 Uhr beginnt am Montagabend, 11. November, wie immer am 2. Montag im Monat, im Café Ada, Wiesenstraße 6, die monatliche Jazzsession. Den Auftakt macht diesmal die neue Gruppe JazzGarage von und mit Michael Krautstein. Direkt anschließend wird die Session für anwesende Musiker eröffnet.

In diesem Sinne wünscht bis nächste Woche anregende und unterhaltsame Musikabende, Ihr und Euer Rainer Widmann

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