Rainer Widmanns Jazz-Tipps für Wuppertal

Musik : Unkonventionelle Schlagwerke und Smooth Jazz

Vor allem am Valentinstag haben nicht nur Verliebte eine große Auswahl an Konzerten.

Im Lutherstift, Schusterstraße 15, ist am heutigen Donnerstag, 13. Februar, die fünfköpfige französische Gruppe Lo Còr de la Plana zu Gast. Das Ensemble bringt um 18 Uhr passend zur fünften Jahreszeit ein brandneues Programm in den Klangkosmos Weltmusik. Musik in der Tradition des „Carnaval occitan“ mit populärer Spiritualität, festiven Liedern und kritisch-humorvollem musikalischem Protest.

Zur nächsten Kult und Klang-Session, lädt das Loch, Plateniusstraße 35, für Donnerstag, 13. Februar, um 20 Uhr ein. Dort spielt das Quartett Big Spider mit Altsaxophon, Klavier, Schlagzeug und Bass komplett frei improvisierte Musik ohne jegliche Einschränkungen. Von Hard Bop bis Modern Jazz, Free Jazz, Hip Hop, Soul, RnB oder auch Electro.

Der Jazzmusiker Michael Gustorff, präsentiert zusammen mit Rudi Rhode am Freitag, 14. Februar, um 19 Uhr in der Citykirche Elberfeld, Kirchplatz 2, ein Theater-Konzert bei dem erstmals Bob Dylans spannendes Leben vollständig auf Deutsch gesungen und gespielt wird. Rhode schlüpft dabei in zwölf Rollen. Dabei werden Dylans künstlerische Phasen vor ihrem jeweiligen zeitgeschichtlichen Hintergrund mit 15 Songs chronologisch erzählt.

Eine ganz besondere Band spielt am Freitag, 14. Februar, um 20 Uhr im Jazz-Club im Loch, Plateniusstraße 35: Hard Boiled Wonderland. Das internationale Kollektiv aus Köln unter Leitung von Sebastian Gramss, dem mehr als 15 Musiker und Sänger angehören, präsentiert eine neue, politische Form von Konzert. Eine radikale Performance mit Musik und Text – als Reaktion auf die unterschiedlichsten gesellschaftlichen, sozialen, ökologischen Themen unserer Zeit. „Jazz Resistance – Live in Concert. Wann wenn nicht jetzt?“ ist ihr Programm überschrieben und die Gruppe verspricht lautstarken Widerstand und „Widerklang“.

Im Ort, Luisenstraße 116, spielt am Freitag, 14. Februar, um 20 Uhr das Trio Kohmann/Zöllner/Weiß handgemachte Musik. Mit Akkordeon, Saxophon und Vibraphon loten die drei die Grenzen der freien Improvisation mit dynamischer Bandbreite und feinsinniger Gestaltung zwischen Jazz und Avantgarde voll aus. Dabei kommen auch unkonventionelle Schlagwerke und unerwartete Akkordeon-Klänge zum Einsatz.

Das Ulrich Rasch Trio & Frank Scheele präsentieren zum Valentinstag am Freitag, 14. Februar, um 20 Uhr im Kontakthof, Genügsamkeitstraße 11, ein „Valentine Special“. In der heimeligen Atmosphäre zelebriert das Jazztrio mit dem Dortmunder Sänger und Entertainer einen sinnlichen Abend mit bekannten und weniger bekannten Melodien aus dem unerschöpflichen Weltmeer der Liebe über Genregrenzen hinweg zwischen Smoothjazz und Soul, Pomp und Pop, Kitsch und Kunst.

Im Jazz Club im Loch, Plateniusstraße 35, tritt am Samstag, 15. Februar, um 20 Uhr das Trio FUI (Fabulous Unknown Improvisers) auf. Die Musik von FUI basiert auf den gemeinsamen Wurzeln von Jazz, Free Jazz und freier Improvisation.

Mit dabei der Wuppertaler Violinist Christoph Irmer, der 2007 das „Wuppertaler Improvisations Orchester“ mitbegründete. Ferner Pinguin Moschner an der Tuba und Raoul van der Weide an Kontrabass und Cello.

Auch in diesem Jahr lädt die Wuppertaler Kultband Knapp daneben wieder zu ihrer alljährlichen Show ein. Los geht die Benefiz-Party am 15. Februar um 20.20 Uhr unter dem Motto: „Irgendwie – Im Sturz durch Raum und Zeit“ im Haus der Jugend Barmen, Geschwister-Scholl-Platz 4-6. Die Band ist ein Garant für gute Laune und fulminante Shows. Sicherlich kann aber auch dieses Mal wieder mit einigen abgedrehten Showeinlagen und Special Guests gerechnet werden, meint Bandleader Christian Mohrhenn.

Im Ort, Luisenstraße 116, tritt am Sonntag, 16. Februar, um 20 Uhr das Ehwald Schulze Rainy Trio auf. Saxophonist Peter Ehwald und Stefan Schultze am Piano kennen sich seit rund 20 Jahren und haben viele gemeinsame Projekte realisiert. Neu dabei ist der New Yorker Schlagzeuger und Improvisator Tom Rainey. In einem virtuosen, melodischen Austausch entwickelt das Trio neue Räume, in denen die Klänge, traumwandlerisch schweben und trotzdem energisch pulsieren.

Bis nächste Woche wünscht anregende und unterhaltsame Musikabende, Ihr und Euer Rainer Widmann