Rainer Widmanns Jazz-Tipps für Wuppertal

Musik : Musik mit Blechdosen, Ketten und Besteck

Ein breit gefächertes Angebot erwartet Musikfreunde in den nächsten Tagen.

Das Trio Sture Ericson, Johannes Nästesjö, Håkon Berre spielt am Donnerstag, 21. November, um 20 Uhr im Ort, Luisenstraße 116. Die drei Musiker aus Schweden und Norwegen spielen Modern und Impro-Jazz mit Saxophonen, Klarinetten und Kontrabass. Aber auch Blechdosen, Ketten, Töpfe, Gabeln, Esssticks und elektronische Hilfsmittel kommen zum Einsatz. Im Mai 2018 musste der geplante Besuch aus dem hohen Norden ausfallen, jetzt wird er nachgeholt.

Der monatliche Abstrakt-Club im Loch, Bergstraße 50, steht in dieser Woche im Zeichen des Dancescreen 2019 und Tanzrauschen-Festivals. Am Donnerstag, 21. November, treten dort um 20 Uhr der Saxophonist Sebastian Gille und Schlagwerker Christian Thomé zusammen mit drei weiteren Musikern an Trompete, Klavier, Synthesizer und Elektronik auf.

Der Jazz Club im Loch, Bergstraße 50, präsentiert am Freitag, 22. November, um 20 Uhr das Duo Peter Brötzmann und Heather Leigh. Schon seit 2015 arbeitet der wohl weltweit bekannteste Wuppertaler Jazzsaxophonist Peter Brötzmann mit der US-amerikanischen Pedal-Steel-Gitarristin Heather Leigh zusammen. Ein ungewöhnliches, beeindruckendes Duo mit einem selten gespielten Instrument. Und ein einzigartiger, dynamischer Sound, der das Publikum weltweit elektrisiert.

Hodja ist ein dänisches Trio, das durch seine Kraft und Energie und seine unvergleichbare Magie auf der Bühne fasziniert. Am Freitag, 22. November, kommt die Band um den New Yorker Sänger Gamiel Stone um 20 Uhr in den Bürgerbahnhof Vohwinkel, Bahnstraße 16. Mit puristischer Gitarre und einem begnadeten Schlagzeuger, der von den großen Jazzern gelernt hat, spielen sie eine Mischung aus Funk, Punk, Jazz, New Wave, Blues und Rock.

Zwei namhafte Bassisten, die ihre Instrumente perfekt beherrschen, sind am Samstag, 23. November, 20 Uhr, in der Bandfabrik, Schwelmer Straße 133, gemeinsam mit dem Vokalisten Uli Wewelsiep zu Gast. Das Trio Two Bass n` Vox mit Harald Eller und Michael Gustorff am Bass servieren dort mit Wewelsiep ihre Lieblingsstücke in neu arrangierten und aufregenden Versionen. Das Repertoire reicht von Jazzstandards über Bob Dylan-Klassiker bis zu Bowie und Coldplay.

Die von Kritikern hoch gelobte Sängerin Rebekka Salomea tritt am Samstag, 23. November, um 20 Uhr im Jazz Club im Loch, Bergstraße 50, mit ihrer Band Salomea auf. Sie treibt ihre Stimme in schwindelerregende Höhen, rappt und scheut keine Experimente.

Zum nächsten Gesprächskonzert lädt der Violinist Christoph Irmer für Sonntag, 24. November, um 12 Uhr in den Ort, Luisenstraße 116, ein. Damit setzt Irmer auch in der zweiten Jahreshälfte die erfolgreich gestartete Sonntagsmatinee-Reihe unter der Überschrift „Improvisation: Musizieren – Besprechen“ fort. Gast am kommenden Sonntag ist der Berliner Pianist und Synthesizerspieler, Improvisator, Forscher und Musikpädagoge Reinhard Gagel. Bevor sich die beiden Musiker über ihre Musik und ihr Verständnis von Improvisation austauschen, stellt sich Gagel mit einem Solo vor. Den Abschluss der Matinee bildet ein gemeinsames Duo mit dem Violinisten Christoph Irmer.

Das Glenn Miller Orchestra unter Leitung von Wil Salden ist mit dem neuen Programm „Jukebox Saturday Night“ auf großer Europa-Tour und gibt am Dienstag, 26. November, 20 Uhr, auch ein Konzert in der Historischen Stadthalle, Johannisberg 40. Neben Stücken der Swinglegende Miller, spielt die Bigband und die Vokalgruppe „The Moonlight Serenaders“ unter anderem auch Kompositionen von Tschaikowsky, Cole Porter und George Gershwin.

Bis nächste Woche wünscht anregende und unterhaltsame Musikabende, Ihr und Euer Rainer Widmann

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