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Premiere: Lieder, Liebe und Pinguine

Premiere: Lieder, Liebe und Pinguine

Schauspielerinnen setzen auf Musik.

Wuppertal. Maresa Lühle und Hanna Werth sind nicht etwa auf den Hund gekommen, sie lassen stattdessen die Pinguine los. „Seitdem ich hier angefangen habe, wollte ich einen Liederabend machen. Endlich klappt es“, freut sich Lühle, die 2004 als festes Ensemblemitglied nach Wuppertal gekommen war, zuletzt Gastauftritte hatte — und im Sommer nach Hamburg zieht, um im hohen Norden ein neues Leben als freischaffende Schauspielerin anzufangen.

Sie geht allerdings nicht, ohne zuvor „Von Liebe, Lust und Pinguinen“ zu erzählen — so heißt der Liederabend, den sie im Namen der Wuppertaler Gedok am 31. Mai um 21.30 Uhr und am 2. Juni um 19.30 Uhr im Kleinen Schauspielhaus präsentiert. Die Idee zur Kooperation hatte sie zusammen mit Hanna Werth, die seit dieser Saison zum städtischen Ensemble und neuerdings auch zur Gedok gehört. Der Künstlerinnenverein setzt auf männliche Unterstützung: Mit dabei ist Thomas Braus. Was sich das Schauspiel-Trio vorgenommen hat? „Natürlich stehen Pinguine für Wuppertal“, erklärt Lühle. „Es geht um Pinguine, die die Stadt verlassen, die sich wohlgefühlt haben. Die Lieder sind sehr persönlich und sehr humorvoll.“

Auch für Hanna Werth ist der Liederabend „eine große Herzensangelegenheit“ — zumal sie „mit zwei wunderbaren Musikern aus Leipzig und zwei wunderbaren Schauspielkollegen aus Wuppertal einen kleinen feinen Abend gestalten“ darf. Dabei soll es keine klassischen Rollen oder Figuren geben. „Jeder ist immer alles, denn es gibt Chorstücke genauso wie Solo-Partien, Choreographien und Orchestermusik.“

Weshalb Werth zu Hause auch fleißig am Rassel-Ei und der Ukulele übe — „sehr zum Leidwesen meiner Nachbarn“, wie das Energiebündel augenzwinkernd verrät. „Wir sind alle ein bisschen aufgeregt. Aber eigentlich kann nicht so viel schiefgehen, schließlich handelt der Abend von Liebe, Heimat und Sehnsucht — den großen Themen des Lebens, die jeder kennt. Und das sind auch die großen Themen meines Lebens. Zumindest weiß ich immer, wovon ich singe.“

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