Orgelkonzert mit Frédéric Blanc

Sommerliche Orgelkonzerte : Orgelkonzert mit Szenestar

Die Reihe „Sommerliche Orgelkonzerte“ wurde am Sonntagnachmittag mit Starorganist Frédéric Blanc abgeschlossen.

Mit einem herzlichen „Bonjour“ begrüßte Simon Schuttemeier, Kirchenmusiker der Gemeinde St. Laurentius, am Sonntagnachmittag den französischen Organisten Frédéric Blanc in der gut besuchten Laurentiuskirche. Er freue sich, dass Blanc der Einladung nach Wuppertal gefolgt sei und dass die Konzertreihe wie bereits im letzten Jahr gut angenommen werde.

An den vergangenen vier Augustsonntagen erklang im Rahmen der Sommerlichen Orgelkonzerte abwechselnd in der Barmer Kirche St. Antonius und in der Elberfelder Basilika St. Laurentius Musik von der „Königin der Instrumente“.

Das Publikum lobte die Fingerfertigkeit des Organisten

Frédéric Blanc ist mehrfacher Preisträger internationaler Wettbewerbe und regelmäßiger Gast für Meisterklassen an Hochschulen auf der ganzen Welt. Mit seinem Konzert erinnerte er an das Organistenehepaar Maurice und Marie-Madeleine Duruflé, war er doch selbst einer ihrer letzten Schüler.

Neben Kompositionen von Maurice Duruflé selbst standen seine Transkriptionen verschiedener Werke von Louis Vierne, Gabriel Fauré und Johann Sebastian Bach auf dem Programm, ebenso wie Stücke von César Franck, Alexandre Borodine und Georg Friedrich Händel. Geschlossen wurde das Konzert mit einer eigenen Improvisation Frédéric Blancs.

Das Klangspektrum des Programms reichte von schwermütig über feierlich und tänzerisch leicht bis hin zu einem zarten, sphärisch flirrenden Klang, den man von der Orgel nur selten zu hören bekommt. Das begeisterte Publikum belohnte die Fingerfertigkeit des Organisten mit anhaltendem Applaus und stehenden Ovationen.

Stefan Starnberger, Kantor der Gemeinde St. Antonius und Mitinitiator der Konzertreihe, zeigte sich zufrieden mit der diesjährigen Saison: „Wir hatten wie schon im letzten Jahr wieder das Glück, dass wir allein von der Türkollekte die Musiker bezahlen konnten“, freute er sich im Anschluss an das Konzert.

„Damit kann sich die Veranstaltung selbst tragen.“ Der Eintritt zu den Konzerten ist frei, am Ausgang wird lediglich um eine Spende gebeten. Auch die Besucherzahl sei in den vergangenen Wochen von Mal zu Mal gestiegen – angefangen bei 50 bis hin zu 90 Besuchern beim Abschlusskonzert am vergangenen Sonntag.

„Es sollen immer zwei Wuppertaler und zwei Auswärtige spielen“, erklärte Stefan Starnberger das Konzept der Reihe. In diesem Jahr gab der Aachener Kirchenmusikdirektor Norbert Richtsteig den Auftakt, gefolgt von den Wuppertaler Organisten Patrick Kampf und Stefan Starnberger selbst.

Den Kontakt zu Frédéric Blanc habe Simon Botschen hergestellt, der die Reihe im letzten Jahr gemeinsam mit ihm ins Leben gerufen habe, so Starnberger. „Blanc ist ein richtiger Szenestar“, fügte er hinzu. Mit der Seifert-Orgel und der einzigartigen Teschemacher-Orgel in der Laurentiuskirche und der Klais-Orgel in der Kirche St. Antonius seien die beiden Wuppertaler Kirchen bestens gerüstet für hochkarätige Gäste.

Der dritte Orgelsommer soll am 4. August 2019 in der Kirche St. Antonius eingeläutet werden.

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