Orgel-Feuerwerk in Elberfeld

Orgel-Feuerwerk in Elberfeld

Roland Dopfer verspricht eine wahre Klangexplosion. Sein Orgel-Zyklus startet am Sonntag in der Kirche am Laurentiusplatz.

Wuppertal. "Das Schöne ist, dass die Organisten zwei wunderbar restaurierte Instrumente vorfinden und so ein sprühendes Feuerwerk klanglicher Möglichkeiten für Hörer und Spieler gleichermaßen erlebbar wird." Roland Dopfer, Kantor an der Elberfelder Kirche St.Laurentius, freut sich, seinen Kollegen die historisch wertvolle Teschemacher Orgel und die große Seifert-Hauptorgel für ihre Konzerte anbieten zu können.

Der Orgel-Zyklus an St. Laurentius umfasst fünf über ein Jahr verteilte Konzerte, zu denen Dopfer namhafte Musiker eingeladen hat. Den Beginn macht Christian Joppich, der selbst von 1998 bis 2001 Kantor der Kirche war und nun in Osnabrück tätig ist. "Er war bei einem Besuch so begeistert vom tollen neuen Klangbild beider Instrumente, dass er spontan zugesagt hat", sagt Dopfer.

Joppich spielt alte Musik auf der kleinen Chororgel und auf der eher sinfonisch ausgelegten, großen Orgel aus César Francks "Six Pièces". Im Juli ist Edoardo Bellotti aus Mailand zu Gast - ein renommierter Vorzeige-Künstler und Kenner alter Musik. "Im Gegenzug bin ich von ihm zur Sommerakademie nach Smarano eingeladen worden, wo ich ein Konzert gebe", beschreibt Dopfer die befruchtenden Querverbindungen.

Im September kooperiert Dopfer mit dem Kantor von St.Antonius, Meik Impekoven, im Rahmen der Wuppertaler Orgeltage und im November wird Nigel Allcoat aus Leicester in Großbritannien zeigen, welche fantastischen Möglichkeiten der Improvisation in beiden Orgeln stecken. Dopfer: "Auf diesen Dialog zwischen Instrumenten, Interpret und Hörern freue ich mich besonders, denn bei Allcoat habe ich selbst Improvisations-Unterricht gehabt."

Den Abschluss macht Michael Saum, Kantor in Heilbronn, den Dopfer wegen seines präzisen Spiels und ebenfalls sehr guter Improvisations-Künste schätzt: "Alle Interpreten sind Spezialisten für gewisse Schwerpunkte. Dass sie auf zwei Original-Instrumenten mit eigener Handschrift und großer farblicher Palette spielen können, macht diesen Zyklus so singulär."

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