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"Ohrenöffner": Die Streicher als Herz des Orchesters

"Ohrenöffner": Die Streicher als Herz des Orchesters

In der Reihe „Ohrenöffner“ präsentierten sich die Sinfoniker.

Elberfeld. Zu der neuen Reihe „Ohrenöffner — Musik im Gespräch“ standen die Besucher Schlange vor dem Veranstaltungsort in der Citykirche in Elberfeld. „Ich bin gespannt, wie ein Orchester funktioniert. Dann kann man das Gehörte besser verstehen“, erzählte Werner Wehmeyer aus Wuppertal. Monika Brockhaus, die mit einem Konzert-Abo viele Auftritte der Wuppertaler Sinfoniker besucht, sagte: „Ich höre dann ganz anders hin, kann mit Freunden und Bekannten besser über Konzerte sprechen.“

Gerd Bunge aus Wuppertal liebt Wagner-Musik und will wissen, welche Rolle die einzelnen Instrumente spielen. Bei einem unterhaltsam, witzigen Samstagmorgen mit Björn Woll, dem Chefredakteur des Fachmagazins „Fono Forum“, sowie den Gesprächspartnern Matthias Neumann (Bratschist) und Nicola Hammer (Fagottistin) des Wuppertaler Sinfonieorchesters waren die Zuhörer mehr als be-geistert.

Björn Woll schaute mit dem Publikum bei der ersten Veran-staltung „Ohrenöffner — wie funktioniert ein Orchester?“ hinter die Kulissen: „Die Streicher ganz vorn. Mit Violinen, Violoncello und Bratschen bilden sie das Herz des Orchesters. Dahinter sind Holz- und Blechblasinstrumente aufgebaut und am Rande postieren sich Schlagwerk und Pauken“, erklärte Woll.

Das Wuppertaler Sinfonieorchester hat 88 Musiker und spielt nach der Sitzordnung des amerikanischen Dirigenten Leopold Stokowski. „Die Klänge des Orchesters wurden im Laufe der Zeit individueller und jede Epoche hat ihren typischen Orchesterklang“, so Woll und verdeutlichte das Gesagte mit Hörbeispielen. Alle Energien der Musiker, der Klang der Instrumente müssen in eine Richtung gelenkt werden, um das Werk erklingen zu lassen. Orchestermanager Jörg Hillebrand erklärte dem Publikum die Logistik von der Idee zu einem Konzert bis zum Auftritt der Wuppertaler Sinfoniker. „Jetzt wird schon die Saison 2016/2017 vorbereitet. Was soll gespielt werden, Gastdirigenten, Solisten müssen engagiert und Honorare festgelegt werden. Das Jahresprogramm wird erstellt.“