Neues im Park: Tanz trifft auf Musik

Neues im Park: Tanz trifft auf Musik

Organisator Gerald Hacke plant ein Experiment: In der „Tonleiter“-Reihe feiert am Samstag ein besonderes Programm Premiere.

Herr Hacke, es kommt Bewegung in den Pavillon — zum ersten Mal treffen im Skulpturenpark in der „Tonleiter“-Reihe Musiker und Tänzer zueinander. Wie hat man sich das vorzustellen?

Gerald Hacke: Der erste Teil des Konzerts wird von einem Streichquartett, bestehend aus vier Kollegen des Wuppertaler Sinfonieorchesters, allein bestritten. Für den zweiten Teil hat der Tänzer Eddie Martinez — Mitglied des Tanztheaters Wuppertal — in Zusammenarbeit mit der Tänzerin Szu-Wei Wu eine Choreographie zu John Adams „Alleged Dances“ und Arvo Pärts „Fratres“ erstellt. Adams nannte seine Tänze „alleged“ (auf Deutsch: „angeblich“) weil er meinte, dass die passenden Schritte zu den Tänzen noch erfunden werden müssten. Wir sind gespant, wie Eddie Martinez und Szu-Wei Wu diese Idee aufgegriffen haben. Der Ausstellungspavillon wird sich dafür in eine Arenabühne verwandeln. Für alle Beteiligten wird das ein neues, ungewohntes und spannendes Erlebnis.

Welche musikalischen Stücke haben Sie ausgewählt?

Hacke: Tanz und Bewegung im weitesten Sinne sind das Thema des Konzerts. „Bogle Move“, inspiriert vom jamaikanischen Reggae, ist ein Streichquartett des britischen Komponisten Gabriel Prokofiev — übrigens einem Enkel des berühmten russischen Komponisten Sergei Prokofiev. Neben zwei Streichquartetten des Briten Joe Cutler und des Chinesen Tan Dun, das eine inspiriert von osteuropäischer Volksmusik, das andere von der traditionellen Peking-Oper, wird vor der Pause das Streichquartett „Pas de Quatre“ von Detlev Glanert zu hören sein. Ich freue mich darauf, dass Herr Glanert extra zum Konzert am Samstag anreist und einen persönlichen Einblick in sein Werk geben wird.

Die Februar-Konzerte sind zugleich die letzten der aktuellen „Tonleiter“-Saison. Wird die Reihe fortgesetzt?

Hacke: Die Veranstaltungsreihe geht auf jeden Fall im Herbst weiter, unter anderem mit einer Uraufführung eines Werkes, das die Cragg Foundation extra für die „Tonleiter“-Reihe in Auftrag gegeben hat.

“ „Differing movements“ heißt das Programm, das am 23. Februar, 19 Uhr, und am Sonntag, 24. Februar, 18 Uhr, zu erleben ist. Infos zum Kartenverkauf gibt es unter Telefon 31 72 989.

skulpturenpark-waldfrieden.de

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