Neues Comedyformat im Opernhaus überzeugt

Neues Comedyformat im Opernhaus überzeugt

Chucky und Jones feierten Premiere.

Wuppertal. Da saßen sie nun zwischen Hund und Ficus, Chips kauend auf dem schwarzen Ledersofa, eingehüllt in einteilige himmelblaue Hausanzüge. Chucky und Jones haben sich aus den Tiefen des Opernhauses, wo sie in trauter Verbundenheit in einer WG leben, an die Öffentlichkeit getraut. „Wir können so einiges“, versprechen sie und haben ihr Wohnzimmer auf die Bühne verlegt. Thomas Braus und Uwe Dreysel schlüpften zur ersten Ausgabe ihrer After-Oper-Brit-Sit-Up-Comedy in die Rollen der schrägen WG-Bewohner.

Hingebungsvoll werden in clownesker Manier die Geigen gestimmt und die gespielten Musikstücke kommentiert: „Zwei Takte Pause und zwei Kreuze, das ist das Problem.“ Nahe am Puls der Oper sind sie zu Experten des Genres geworden und zeigten ihre Version des zuvor aufgeführten „Barbier von Sevilla“. Dabei wurde der Operninhalt erzählt und gequatscht, was ihnen in den Sinn kam — die stärksten Momente des Abends. Ihr Leben im Untergrund konnten die Zuschauer auf eingespielten Filmen verfolgen. Ein gelungenes Comedyformat mit Film, Musik und Bühnenaktion. Der nächste Termin ist am 4. April nach der Oper „Parsival“.

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