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Neuer Spielplan: Abrechnung in der Sauna

Neuer Spielplan: Abrechnung in der Sauna

Die Galerie „Der Plan“ setzt auf Komödien. In den kommenden Produktionen dreht sich (fast) alles um Essen und Liebe.

Wuppertal. Liebe geht durch den Magen. Wenn das Sprichwort tatsächlich stimmt, dürften die Programmgestalter an der Dahler Straße extrem verliebt sein. Was diesen Verdacht nährt? Nicht die Gerüchteküche, sondern der neue Spielplan, der in der Galerie "Der Plan" serviert wird, Appetit auf allerlei Theater macht und Frühstück, Frühlingsgefühle und Frohsinn verspricht. Es geht ja auch ans Eingemachte: um Essen, Emotionen und Entscheidungen.

"Das Ei ist hart" - das wissen Besucher der Galerie längst. Denn der Loriot-Abend gehört bereits zum aktuellen Spielplan wie die Butter aufs Brot. Neu aufgetischt wird dazu "Ein Joghurt für zwei". Wenn die Komödie von Stanley Price am 3. Mai Premiere feiert, dürften nicht nur die Zuschauer, sondern vor allem die Kalorien gezählt werden.

Denn Amadeus Fischer muss abnehmen. Da hilft nur eins: eine Diätklinik. Weil die Hauptfigur ständig Hunger, aber kaum Durchhaltevermögen hat, baut sie ihr Zimmer kurzerhand zur persönlichen Vorratskammer um. Fischer freut sich diebisch - allerdings nur, bis der entflohene Sträfling Kutte Kaminski in sein Reich einbricht. Die beiden erpressen sich gegenseitig - und werden zu Leidens-, Lebens- und Zimmergenossen.

Thorsten Hamer setzt die Komödie nicht nur in Szene, er spielt auch gleich selbst mit. Das Rampenlicht teilt er sich mit Ralf Hausotte, Udo Peters, Racine Tewes, Karlo Bert und Ronja Arensmann.

Nach Ei und Joghurt wird ein weiteres Theatergericht aufgetragen. Die Botschaft ist klar: "Bleib doch zum Frühstück" heißt es ab dem 21. Juni. Louise ist 17, hochschwanger und rotzfrech - und bringt damit die geordnete Welt eines Beamten ganz schön durcheinander.

Dabei lernt sie, wie herzerfrischend wirkliche Zuwendung sein kann - und der 22 Jahre ältere George entdeckt, dass man auch nach einem Ehedebakel noch tiefe Liebe finden kann. Ronja Arensmann und Thorsten Hamer spielen die Gegensätze, die sich an- und ausziehen. Autor Ray Cooney lieferte die Textvorlage, Stephan Bleck führt Regie.

Warum Männer und Frauen doch (nicht) zusammenpassen, zeigt sich bereits am 13. April - wenn Hamer "Allein in der Sauna" ist. Der Wuppertaler inszeniert den komödiantischen Monolog von Frank Pinkus zusammen mit Stephan Bleck.

In der Sauna hört Hamer auf den Namen Karl-Heinz König. Wie ein Kaiser fühlt er sich aber nicht: Der anerkannte Anwalt gerät ins Grübeln, philosophiert über seine Ehefrau, die Geliebte und alles, was sonst noch zu seinem Mannsein dazugehört.