Neuer Kantor: Ein Aachener gibt in Barmen den Ton an

Neuer Kantor: Ein Aachener gibt in Barmen den Ton an

Stefan Starnberger hat an der St. Antonius-Kirche große Pläne. Er möchte mit Wuppertaler Schulen kooperieren.

Wuppertal. Stefan Starnberger weiß genau, was er will. Wenn er von seinen Plänen spricht, sprudelt es aus dem neuen Kantor an der Barmer St. Antonius-Kirche nur so heraus: „Die beiden Kinderchorgruppen möchte ich intensiv weiter führen und das Projekt ,SingPause’, an dem ich in Düsseldorf schon erfolgreich mitgearbeitet habe, etablieren.“

Denn weil eine gute Basis-Singausbildung in die Breite geht, möchte er das Projekt auch an Wuppertaler Schulen einführen. Dass dieses zweimal wöchentlich durchgeführte kostenlose Singen, von ausgebildeten Sängern unterrichtet, zudem den kirchlichen Kinderchören zugute kommt, dessen ist er sich sicher: „Auch für die Einstellung einer Stimmbildnerin habe ich von Pfarrer Michael Haupt alle Unterstützung.“ Er habe an St. Antonius nach dem Weggang von Meik Impekoven professionell geführte kirchenmusikalische Aktivitäten vorgefunden, seit er im Februar sein Amt übernommen hat.

„Ich möchte ab dem kommenden Jahr auch die Reihe der Orgelkonzerte weiterführen und bereite mich gerade darauf vor, nach jedem Gottesdienst ein angekündigtes Orgelstück zu spielen.“ So bleibe man selbst in Übung, sagt der 41-Jährige schmunzelnd.

Beim Aachener Domorganisten Norbert Richtsteig bildet sich Starnberger in Sachen Orgel-Improvisation weiter. Für den Herbst plant er zum 40-jährigen Bestehen der Antonius-Kirche, die Theresienmesse von Joseph Haydn aufzuführen.

Überhaupt möchte er in Zukunft vier große Orchester-Messen in das Kirchenjahr integrieren. Und im Sommer 2014 steht eine Kindersingwoche an, in der Mozarts Zauberflöte in kindgerechter Fassung erklingen soll. Mit seiner Frau, einer gebürtigen Wienerin, ist er auf Wohnungssuche in Wuppertal und möchte die Stadt bald auch mit dem Fahrrad erkunden. Eine große Affinität zur Schwebebahn hat er bereits: „Ich habe schon öfter Fahrten mit dem Kaiserwagen verschenkt.“

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