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Neue Saison: Choristen freuen sich auf Beethovens „Neunte“

Neue Saison: Choristen freuen sich auf Beethovens „Neunte“

Der Chor der Konzertgesellschaft startet am 23. September in die Spielzeit 2012/2013.

Wuppertal. „Der Chor freut sich, mit einem ,so jungen’ Orchester gemeinsam musizieren zu dürfen.“ Mit „jung“ meint Ronald Frowein eigentlich ein stolzes Alter: Der Sprecher des Chors der Konzertgesellschaft Wuppertal spielt auf den 150. Geburtstag an, den das Wuppertaler Sinfonieorchester in der neuen Saison feiert. Ein bisschen schelmisch darf Frowein das durchaus sagen, denn „jung“ sind die Sinfoniker im Vergleich zum Chor: Die Gesangsgemeinschaft wurde in der vergangenen Spielzeit immerhin 200 Jahre alt.

Die beiden Ensembles, die in bestem Sinne eine Vergangenheit haben und jeweils große Pläne für die Zukunft hegen, treffen am 23. und 24. September aufeinander: Zum Auftakt der städtischen Sinfoniekonzert-Reihe hat Toshiyuki Kamioka, Chef-Dirigent des Sinfonieorchesters, „gleich ein Highlight angesetzt“, wie Frowein betont. Beethovens 9. Sinfonie wird in der Stadthalle präsentiert. Mit dabei sind — neben den Sinfonikern und dem Chor der Konzertgesellschaft — auch Solisten und der Opernchor der Wuppertaler Bühnen.

„Da das japanische CD-Label des Orchesters Interesse an einer CD-Aufnahme signalisiert hat, haben die Chorproben für das Werk schon vor der Sommerpause begonnen“, verrät Frowein. Dabei dürfen die Sänger durchaus als Experten gelten, was Beethovens Monumentalwerk angeht. „Die 9. Sinfonie ist eines der Werke, die der Chor im Lauf der Jahre — nicht nur in Wuppertal — am meisten aufgeführt hat“, erklärt Frowein. „Trotzdem gibt es in jeder Aufführung für Mitwirkende und Publikum wieder Neues zu entdecken.“ Auch sonst warten anspruchsvolle Aufgaben auf den Chor. Nach der „Neunten“ steht — „quasi zur Entspannung“ — eine Reise an den Gardasee auf dem Konzertplan. Dort verstärken die Wuppertaler im Oktober den International Oratorio Choir bei einer Aufführung von Rossinis „Stabat Mater“. Für Frowein und seine Kollegen ist die Einladung „eine willkommene Gelegenheit, einen Kurzurlaub mit der Musik zu verbinden“.

Zurück in Wuppertal steht am ersten Weihnachtstag traditionell das zweite städtische Chorkonzert auf dem Programm. In diesem Jahr hat Chorleiterin Marieddy Rossetto ein Programm ausgesucht, das schon deshalb spannend werden dürfte, da die Choristen die Werke noch nie gesungen haben. So beginnt das Konzert mit der „Großen Orgelsolomesse“ von Joseph Haydn und führt zur Weihnachtskantate von Joseph Rheinberger („Der Stern von Betlehem“) — „einer wunderbaren festlichen Musik des 19. Jahrhunderts“, wie Frowein verspricht.

Auch auf Pfingstmontag, 20. Mai 2013, freut sich der Chor ganz besonders, wie sein Sprecher versichert. „Auf Wunsch der Mitglieder wird — als viertes städtisches Chorkonzert — das Oratorium ,Paulus’ von Felix Mendelssohn Bartholdy aufgeführt. Das Werk kommt den Sängerinnen und Sängern wegen der vielseitigen Ausdrucksmöglichkeiten sehr entgegen — und gehört zu den Lieblingsstücken des Chores.“ Das klingt ganz danach, als könnten die Sänger die neue Saison kaum erwarten.