Müllers Marionettentheater fasziniert auch Große

Müllers Marionettentheater : Figuren-Faszination für Große

Mit dem Festival für Figurentheater und der Uraufführung des Musicals „Brummel“ eröffnet Müllers Marionettentheater die Spielzeit.

Die erwachsenen Wuppertaler sollen die Faszination von Figuren auf der Bühne entdecken. „Es gibt nichts Innovativeres als das Figurentheater – wir wollen zeigen, was alles möglich ist“, sagt Günther Weißenborn, Chef von Müllers Marionettentheater. Ganz explizit will das Ehepaar Weißenborn in dieser Spielzeit Stücke für Erwachsene in den Mittelpunkt stellen. Deshalb eröffnet es die Saison auch mit dem zweiten Wuppertaler Figurentheaterfestival. Drei renommierte Ensembles kommen dafür in das gemütliche Theater am Neuenteich.

Zuallererst jedoch stellt Müllers Marionettentheater am 22. September sein erstes Musical „Brummel“ vor, das Uwe Rössler komponiert hat. Annika Boos singt dabei die Hummel Brummel, Andrea Witt, Bernd Kuschmann und Gregor Henze geben den Tieren ihre Stimmen. Ein knallbuntes Bühnenbild soll Kinder ab drei Jahren beeindrucken.

Direkt im Anschluss zeigt das Marionettentheater wieder „Lysistrata“, das szenische Hörspiel nach Aristophanes um die Frauen, die während des Kriegs Frieden schaffen, indem sie sich ihren Männern verweigern. „Es gibt nur wenige durchgestaltete Lesungen – dabei ist das sehr attraktiv“, betont Ursula Weißenborn.

Eine weitere zeigt das Theater 1 aus Bad Münstereifel am 30. September um 11 Uhr nach dem Buch „Die furchtbar hartnäckigen Gapper von Frip“ von George Saunders. Die gleiche Gruppe zeigt um 16 Uhr „Himpelchen und Pimpelchen“.

Das Meerbuscher Seifenblasen Figurentheater kommt auch wieder, diesmal mit „Frecher kleiner Ziegenfritz (3. Oktober, 16 Uhr) für Kinder und „Hannes und Paul“ (5. Oktober, 19.30 Uhr) für Erwachsene, eine Liebesgeschichte zweier Homosexueller in den 40er Jahren in Deutschland. Die Figurenregie hat der Figurentheater-Papst Neville Tranter geschaffen. Zum Abschluss des Festivals ist das Ambrella Figurentheater aus Hamburg mit zwei Stücken zu Gast. Am 6. Oktober spielt Heike Klockmeier um 19.30 Uhr „Der eingebildete Kranke“ nach Moliere. Für Kinder gibt es am Tag darauf „Prinz Eselsohr“ nach einem spanischen Märchen.

Veranstaltet wird das Festival vom Förderverein Marionettentheater. Nur durch das Engagement seiner 140 Mitglieder ist das ambitionierte Programm von Müllers Marionettentheater möglich. Im November steht wieder mehrfach die Kombination von „Feuervogel/Le Sacre du Printemps“ für Erwachsene auf dem Programm. Dazu gesellen sich Klassiker wie „Eine kleine Hexe“, „Hänsel und Gretel“ und „Peterchens Mondfahrt“. Mehr Informationen gibt es online unter