Wuppertal: Morison gewinnt wichtigen Musikpreis

Wuppertal : Morison gewinnt wichtigen Musikpreis

Schottische Mezzosopranistin in Diensten der Wuppertaler Oper gewinnt bei „BBC Cardiff Singer of the World 2017“ in zwei Kategorien.

Wuppertal. Bis Sonntag fand der international renommierte Wettbewerb „BBC Cardiff Singer of the World 2017“ statt. Er ist einer der größten und wichtigsten Gesangswettbewerbe weltweit. Daran beteiligt war auch Mezzosopranistin Catriona Morison. Seit Anfang dieser Spielzeit ist sie festes Ensemblemitglied an der Wuppertaler Oper. Seit Sonntagabend ist klar: Sie ist Gewinnerin des großen Preises und hat zusätzlich zusammen mit Bariton Ariunbaatar Ganbaatar aus der Mongolei auch in der Sparte Lied gewonnen. Morison ist damit seit Bestehen des Wettbewerbs erst die dritte Person, die beide Auszeichnungen, sowohl im Lied- als auch im Opernfach, errungen hat.

In der Jury saßen internationale Größen wie Regisseur und Intendant David Pountney, Sopranistin Sumi Jo und Bariton Wolfgang Holzmair. Überreicht wurde Morison der Hauptpreis von der legendären Sopranistin Dame Kiri Te Kanawa, Schirmherrin des Wettbewerbs.

„Nach einem unerwartet engen und qualitativ hochwertigen Finale wurde die schottische Mezzosopranistin Catriona Morison zum Sieger der Konkurrenz erklärt“, heißt es im Internet. Auf den britischen Blogseiten gibt es unzählige Lobeshymnen: „Wunderbare Entscheidung der Jury. Catriona war der offensichtliche Sieger. Persönlichkeit und eine schöne Stimme“, „Ja, wir brauchen mehr Mezzos des Kalibers von Morison. Mezzos, die die Rossini-Opern wie Tancredi singen können, gibt es wenige“, „Sie ist eine spektakuläre Musikerin mit einer Vielzahl von Farben in ihrer samtigen, vielseitigen, schönen Mezzo-Stimme. Ihr Purcell war faszinierend“, „Sie war hervorragend und verdiente den Sieg. Solch eine Persönlichkeit in ihrem Gesang“, „Ein feines Instrument und die Intelligenz, es am besten zu nutzen“, gibt es unter anderem auf der Insel zu lesen.

An der Wuppertaler Oper begeisterte Morison in dieser Saison bei fünf Produktionen: „Hoffmanns Erzählungen“, „Die Liebe zu den drei Orangen“, „Aschemond oder The Fairy Queen“, dem Educationprojekt „Pulcinella“ und „Rigoletto“. Bis zu den Sommerferien ist sie noch zweimal als „Maddalena“ im „Rigoletto“ (22. und 24. Juni) und beim Open-Air-Konzert des Sinfonieorchesters am 15. Juli auf dem Laurentiusplatz zu erleben. Bei diesem Konzert wird sie die Habanera aus George Bizets „Carmen“ und Ausschnitte aus dem Liederzyklus „Les Nuits d’Été“ von Hector Berlioz singen.

Mittlerweile ist es spruchreif, dass sie in der kommenden Spielzeit hier die Rolle des Hänsel in Engelbert Humperdincks Oper „Hänsel und Gretel“ übernehmen wird. Premiere ist am 9. Dezember.

Mehr von Westdeutsche Zeitung