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Mehr Kultur für junge Leute

Mehr Kultur für junge Leute

Mit einer neuen Kulturbörse wollte Wuppertals Szene den Schulen und Tagesstätten der Stadt ihr Angebot präsentieren. Die Vielfalt war groß — die Resonanz verhalten.

Wuppertal. Wuppertal steckt voller Kultur — und das sollen nun auch Kinder und Jugendliche noch besser nutzen können. Mit der ersten Kulturbörse Wuppertal stellten verschiedene kulturelle Einrichtungen sich und ihre pädagogische Arbeit vor. Auf Einladung des Kulturdezernats kamen deshalb am Mittwochnachmittag Lehrer, Betreuer in Kindertageseinrichtungen, Eltern und manches Kind selbst ins Haus der Jugend, um sich einen Überblick über die Angebote zu machen.

Unter den 17 teilnehmenden Einrichtungen fanden sich nicht nur die Wuppertaler Bühnen mit ihrer Theaterpädagogik, sondern unter anderem auch die Stadtbibliotheken, Müllers Marionettentheater, das Kindermuseum Wuppertal oder das Begegnungszentrum Alte Synagoge. „Die Veranstaltung soll eine Leistungsschau der kulturellen Bildung in Wuppertal sein“, sagt Kulturdezernent Matthias Nocke.

Die einzelnen Einrichtungen sollten dabei ebenso die Möglichkeit bekommen, sich noch besser zu vernetzen. Das Hauptanliegen aber war natürlich die Information der Pädagogen. Denn: „Wissen wird erst durch Kultur zur Bildung“, so Nocke.

Viele Lehrer und Betreuer sah man so an den Ständen stehen, mit Flyern beladen und in Gespräche vertieft. Das Medienprojekt Wuppertal stellte seine Bandbreite an Dokumentarfilmen aus, die in Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen entstanden sind. „Wir wollen, dass Jugendliche andere Jugendliche selbst aufklären“, sagt Christian Meyer vom Medienprojekt. Lehrer können entweder mit ihren Klassen zusammen ein Filmprojekt umsetzen oder auch einfach Filme zu Themen wie Zivilcourage, Drogen oder Rechtsextremismus ausleihen.

Ganz anders beim Sinfonieorchester Wuppertal. Mit ihrem Programm „Ohrenkitzel“ will das Orchester Kindern die klassische Musik und die beteiligten Instrumente näher bringen. Mit lustigen Bildern der Instrumente samt Steckbrief, beispielsweise von Bertram Bratsche und Tom Tuba. Oder auch mit ihren Familienkonzerten, die immer wundervoll pädagogisch aufgearbeitet sind. „Unsere Orchestermitglieder kommen sogar an die Schulen“, sagt Fagottistin Nicola Hammer.

Während viele Eltern und Kinder sich begeistert über die Vielfalt des Angebots in Wuppertal informierten, waren allerdings kaum Lehrer und Erzieher der städtischen Einladung gefolgt. Doch auch für das kommende Jahr ist eine Kulturbörse geplant — da hofft die Stadt auf mehr Beteiligung.