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Künstler und ihre „Parallel“-Welten

Künstler und ihre „Parallel“-Welten

BBK-Kreative gehen neue Wege: Sie kooperieren mit Gleichgesinnten aus Düsseldorf und stellen erstmals am Rhein aus.

Wuppertal. Es ist mehr als nur ein sprichwörtlicher Blick über den malerischen Tellerrand. Für Teresa Wojciechowska, Vorsitzende der Gruppe BBK Bergisch Land, ist es „eine Art künstlerischen Abenteuers“. Dabei ist die Idee so naheliegend wie überzeugend: Wuppertaler präsentieren ihre Kunst in der Landeshauptstadt, Düsseldorfer wiederum stellen sich im Bergischen Land vor. Im Idealfall profitieren beide Seiten davon: Düsseldorfer genauso wie Wuppertaler, die Künstler ebenso wie die Betrachter.

Weshalb sich das Abenteuer auch an zwei Orten auf einmal abspielt: im Wuppertaler Kunstraum „Olga“ und im BBK-Kunstforum Düsseldorf. „Parallel“ ist denn auch der treffende Titel eines Projekts, das den Gedanken- und Spartenaustausch beflügeln soll. „Wir hatten bereits seit zwei Jahren — seitdem ein neuer Vorstand den Verband leitet — darüber gesprochen, mit anderen Verbänden zu kooperieren“, erklärt Wojciechowska. Nun sollen Taten folgen: Am 15. August fällt der Startschuss in Düsseldorf (siehe Info-Kasten).

Praktisch gesehen läuft das Ganze so ab: „Beide Verbände bewerben sich bei den Partnern, jurieren sich gegenseitig und organisieren die jeweiligen Ausstellungen in den eigenen Städten“. Was nicht zuletzt auch dem eigenen Image förderlich sein soll: „Künstler gelten, ganz allgemein betrachtet, als seltsame Wesen, fast immer als Einzelgänger, die rund um die Uhr im Atelier sitzen und die vor allem ungestört arbeiten wollen. Sie haben jedoch auch das Bedürfnis, über Kunst zu sprechen, ihr Schaffen zu zeigen und ihre Erfahrungen auszutauschen.“

Dazu dienten nicht nur internationale Kunst-Events, „sondern vielmehr auch kollegiale nachbarschaftliche Treffen“, wie Wojciechowska betont. „Das ist die Basis, auf der lebendiges, künstlerisches Leben entsteht.“

Zumal die Suche nach neuen Ausdrucksformen immer weitergehe — ein Balanceakt zwischen Tradition und Experiment, an dem sich aus bergischer Sicht neben Petra Frixe, Barbara Held, Daphna Koll, Petra Mohr, Doris Oberschachtsiek, Petra Paff, Boris von Reibnitz, Ulla Schenkel und Tati Strombach-Becher natürlich auch Teresa Wojciechowska beteiligt. „Wir suchen neue Wege, neue Inhalte, neue Techniken und neue Medien.“ Nach wie vor hauptsächlich in Wuppertal, nun aber auch erstmals am Rhein.