Kommentar: Überlebenswichtig

Kommentar: Überlebenswichtig

Wuppertal. „Die Welt ist voll Geplapper“ — das lernten die Premierengäste im vergangenen Oktober im Kleinen Schauspielhaus. Die Uraufführung der Thomas-Beimel-Komposition war ein voller Erfolg — und eine Kooperation zwischen freier Szene und städtischen Bühnen.

Nun gibt es erneut Bewegung in diese (wichtige) Richtung. Weitere Schritte müssen folgen — auch unter der neuen künstlerischen Schauspiel-Leitung, die derzeit gesucht wird und ab der Spielzeit 2014/2015 Theater machen soll.

Zu den Aufgaben, die auf den oder die Nachfolger(in) von Christian von Treskow zukommen, gehört bei weitem nicht nur die „Führung eines Ensembles“. Laut aktueller Ausschreibung geht es auch um die „Ausgestaltung von Kooperationen mit anderen öffentlichen und freien Theatern einschließlich der Off-Szene“. Außerdem soll die „Zusammenarbeit mit Schulen und Bildungseinrichtungen“ verstärkt in den Vordergrund rücken. Dabei sind Bündnisse wie der „German Song“ Schulterschlüsse für die Zukunft: In Zeiten knapper Kassen können verschiedene Institutionen an einem Strang ziehen und sich im Idealfall gegenseitig neue Zuschauergruppen zuspielen. Kooperationen sind überlebenswichtig — mehr denn je.

martina.thoene@ westdeutsche-zeitung.de

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