Musik: Kai Beckers String Theory: Erste Ausgabe erschienen

Musik : Kai Beckers String Theory: Erste Ausgabe erschienen

Die CD bietet akustische Gitarrenmusik mit hoher Virtuosität.

In Wuppertal machte Kai Becker seine ersten musikalischen Gehversuche. Während seiner Jugendzeit fing er mit klassischem Gitarren- und Klavierunterricht an und spielte bis 1986 in mehreren Rockgruppen. Dann vertiefte er seine Ausbildung in den USA. Anschließend hielt er sich in Japan auf und war dort unter anderem Mitglied einer Blues-Coverband. Seit 1994 ist er wieder im Tal, war hier Gründer und Liedermacher der Blues-Formation „Smokin’ Joe Kowalski & Freunde“. Etliche CDs hat er seitdem veröffentlicht, darunter die drei Alben „Acoustic Affairs“. Derzeit ist eine neue Trilogie mit dem Titel „The String Theory“ in Arbeit, deren erste Ausgabe nun erschienen ist.

Dabei handelt es sich um rein instrumental-akustische Gitarrenmusik. Zehn eigene Kompositionen und drei Fremdbearbeitungen aus den Federn unter anderem von Deep Purple („Rock The Baroque / Highway Star“) und den Scorpions („Sting In The Tail“) hat Becker eingespielt.

Vier unterschiedliche Gitarren (Konzertgitarre, sechs- und zwölfsaitige Westerngitarren) kommen bei den insgesamt 13 Titeln zum Einsatz. Sie sind nicht nur traditionell gestimmt. Verwendet werden außerdem acht „alternate open tunings“ (offene Stimmungen). So werden besonders volle, klare Sounds erzielt oder beim Spiel der offenen — also nicht gegriffenen — Saiten Grundakkorde angeschlagen. Auch stilistisch ist die musikalische Bandbreite reichhaltig. Rock, Blues, Klassik, Reggae, Folk, New Age und zeitgenössische Musik werden abgedeckt.

So ist ein kleines Gitarren-Kompendium entstanden: Die CD demonstriert kurz und prägnant eindrucksvoll, wie vielfältig akustische Gitarren eingesetzt werden und klingen können.

Stilsicher beherrscht Becker, der die Stücke selber aufgenommen und abgemischt hat, alle diese Gattungen. Er kommt ohne ein Plektrum aus. Fingerpicking heißt diese Spieltechnik, die selten in der U-Musik verwendet wird, auf den Gebieten des Klassik und Jazz aber alltäglich ist. Auf der Scheibe beeindruckt er mit hoher Virtuosität und großem musikalischen Tiefgang. Auch seine Gestaltung von langen Spannungsbögen laden zu einem entspannten Anhören der Musik ein.

Die CD ist erschienen beim Kölner Label „Hey!Acoustics“. Die beiden nächsten Silberlinge sollen bereits in Arbeit sein. has

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