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Igel-Gesänge beschäftigen sich mit Aspekten der Liebe

Wuppertaler Kultur : Aspekte einer Liebesbeziehung

Matthias Rürüp von der Bergischen Universität hat einen Gedichtband veröffentlicht.

„Wie kann man nur lieben?“ fragt Autor Matthias Rürup in seinem Gedichtband „Igel-Gesänge“, das er im Geest-Verlag herausgebracht hat. Matthias Rürup ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Bildungsforschung der Bergischen Universität und Mitglied des Literatentreffens.

Erkenntnisse über das
eigene Innenleben

In 51 Gedichten schildert er die verschiedenen Aspekte einer Liebesbeziehung: der Zweifel zu Beginn, „Wattierte Gefühle“ oder die Erkenntnis: „Bei der Liebe bin ich scheu“. Dazwischen streut Rürup die Auseinandersetzung mit dem eigenen ich, Erkenntnisse über das eigene Innenleben.

Dann folgt die erfüllte Liebe mit Feststellungen wie „Wenn es schön ist, möchte ich/Eigentlich nur lallen. Zum Kind zurückverwandeln mich/Vor Wohlgefallen“. Oder er philosophiert darüber, ob er seine Partnerin behütet oder sie ihn. Und er stellt fest, dass nur in einer idealen Welt das perfekte gegenseitige Verstehen möglich wäre. Dann schimmern erste Probleme in den Gedichten auf: „Dass ich nicht bin, wie du/ Es wünschst, das liegt/ Am Wechseln deiner Wünsche/ Zumindest auch.“ Es geht um zu heftiges Drücken, um Freiheit und Einengung und darum, viele Dinge nicht mehr auszusprechen.

Gezackte runde Linien:
abstrakt und doch ein Igel

Am Schluss wundert sich der Autor, dass die vergangene Liebe nicht weh tut. Immer wieder greift Matthias Rürup in seinen Gedichten den titelgebenden Igel auf, wählt ihn mit seinen Stacheln und seinem weichen Innenleben als Symbol.

Vera Kattler hat dazu kleine Zeichnungen geschaffen, die einerseits abstrakt bleiben, andererseits mit ihren gezackten runden Linien doch immer Igel assoziieren. Die Igel-Gesänge sind für elf Euro im Buchhandel erhältlich.