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Hanna Kuster und Bert Didillon stellen bei Grölle in Wuppertal aus

Kultur : Editionen zum Mitnehmen

Ursprünglich sollte am Samstag die Vernissage von Hanna Kuster und Bert Didillion in der Galerie Grölle pass:projects stattfinden. Die Corona-Verordnungen machen Künstlern und Galeristen einen Strich durch die Rechnung.

Ursprünglich sollte am Samstag die Vernissage von Hanna Kuster und Bert Didillion in der Galerie Grölle pass:projects stattfinden. Die Corona-Verordnungen machen Künstlern und Galeristen einen Strich durch die Rechnung. „Wie wir damit umgehen, wissen wir auch noch nicht so genau“, sagte Jürgen Grölle entspannt. Die Galerie muss geschlossen bleiben. Ideen, wie die Werke dennoch gezeigt werden können, gibt es. „Hanna hat in Düsseldorf eine kleine Wohnung in ihrer WG, kann nicht in die Akademie zum Arbeiten und ‚strickt‘ jetzt kleine Editionen. Wie Logos, zehn Mal zehn Zentimeter“, erklärte Grölle schmunzelnd.

Ideengeber ist ein
Verein aus Köln

Aus dem Innenraum heraus soll ein Tisch vor die Galerie gestellt werden. Interessierte können sich dann eine Edition im Vorfeld bestellen und abholen. „Ich weiß nur noch nicht, wie viele wir bis Samstag haben“, sagte Grölle. „So der Plan bis jetzt – seit gestern“, witzelte er. Ideengeber war ein Künstlerverein aus Köln, der Wahlheimat von Bert Didillion, in der er lebt und arbeitet. Eine Edition von seiner Kunst hatte er auch vorab geplant, gedacht in einer 100er-Auflage. Produzieren lassen hat er sie noch nicht, deshalb wird an den Details noch gefeilt. Um trotz geschlossener Galerie einen Rundgang zu ermöglichen und die Arbeiten zu zeigen, wurde ein Video vorbereitet. Auf dem Youtube-Channel „Groelle passprojects“ wird es ab Samstagnachmittag zu sehen sein und Einblicke in die Räumlichkeiten geben.

In „Raum2“ ist Bert Didillion vertreten. „Er ist ein sehr konzeptioneller Künstler“, so Grölle. In den vergangenen zehn Jahren waren seine Werke bereits in Einzel- und Gruppenausstellungen in der Galerie zu sehen. Es ist seine dritte Solo-Schau bei Grölle, in der er sich dem Grenzbereich zwischen Bild und Skulptur zuwandte. Seine Arbeiten sind unter dem Titel „Nevertheless“ zusammengefasst.

Hinter „Open Door“, der Einzelausstellung von Hanna Kuster, verbirgt sich eine eigene Geschichte. Im Februar vergangenen Jahres habe der Galerist Jürgen Grölle in Düsseldorf bei einem Rundgang kleine Papierarbeiten von ihr gesehen. „Es war etwas ganz anderes“, erzählte er, „sie war gerade 23. Das fand ich sehr spannend, dass sie so jung ist und schon einen eigenen Klang hat, eine eigene Handschrift, die irgendwie frech ist.“

Da Hanna Kuster nirgends die Möglichkeit hatte, ihre Arbeiten zu realisieren, erhielt sie kurzerhand eine „Residence“, wie Grölle es nannte. „Ich wusste auf diesem Gelände von einem Raum, mein früheres Atelier. Und habe den Vermieter gefragt, ob sie dort für eine Weile arbeiten könnte“, erklärte der Galerist. „Und diese Arbeiten zeigen wir jetzt.“

Der Galerist orientiert sich an der aktuellen Corona-Verordnung. Telefonisch können Interessierte wegen eines persönlichen Besuches in der Galerie anfragen: 0173/2611115.