Gibt es 2015 einen Wechsel im Museumscafé?

Gibt es 2015 einen Wechsel im Museumscafé?

Seit 25 Jahren gibt es die Gastronomie mit Pächter RME Streuf. Im kommenden Jahr läuft sein Vertrag aus.

Wuppertal. Der Besuch im Von der Heydt-Museum: Für viele ist er nicht komplett ohne einen Abstecher ins angrenzende Museumscafé mit seinen schönen Räumen am Turmhof. Hausherr dort ist der bekannte Wuppertaler Künstler und Gastronom Ralf Michael Erich — kurz RME — Streuf.

Im kommenden Jahr können er und seine Frau am Turmhof Jubiläum feiern — und stehen gleichzeitig womöglich vor dem Auszug: Denn laut Stadt läuft der langfristige Vertrag 2015 aus.

„Es gibt Überlegungen, dass die Museums GmbH in den Mietvertrag mit der Stadt einsteigt und die Nachfolgesuche nach dem Auslaufen des jetzigen Vertrags übernimmt“, sagt Stadtsprecherin Martina Eckermann auf WZ-Nachfrage: „Ein Museumscafé soll es natürlich weiterhin geben.“ Nur eben womöglich mit einem anderen Pächter als dem bekannten und einem neuem Konzept, so Eckermann, die betont: „Noch ist nichts entschieden“

RME Streuf erinnert sich im WZ-Gespräch an die Anfänge — die einen nicht unerheblichen finanziellen Aufwand erfordert hätten: „Zu den Geldgebern vor 25 Jahren gehörten auch gute Freunde, die tatsächlich ihre allerersten Ersparnisse für das Café hergeliehen haben, damit wir den Spaß auch bezahlen konnten“, sagt Streuf, damals Ende 30.

So habe die künstlerische Umsetzung und der Bau des Cafés seinerzeit etwa 1,2 Millionen DM gekostet, „wovon der Künstler Daniel Buren für sein Gesamtkunstwerk 60.000 DM an Honorar erhielt“, so Streuf. „Unsere Kostenbeteiligung lag bei deutlich über 300.000 DM, wobei eben Freunde das fehlende Geld liehen.“

Fast ein Vierteljahrhundert Cafébetrieb am Turmhof ist seither vergangen, doch den Spaß an der Gastronomie hat RME Streuf auch nach 25 Jahren nicht verloren — er würde gern weitermachen. Und findet, es gebe neben anderen Argumenten auch ein ganz handfestes, das für ihn spreche: „Denn dass ein Mieter 25 Jahre lang brav die Miete zahlt, kommt eben auch nicht immer vor.“

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