1. NRW
  2. Wuppertal
  3. Kultur

Galerie Janzen: Der Atem des Meeres betört in luftiger Höhe

Galerie Janzen: Der Atem des Meeres betört in luftiger Höhe

Johannes Gervé, passionierter Künstler und Segler, weckt romantisches Fernweh.

Wuppertal. Wie eine frische Brise weht der "Atem des Meeres" - so der Titel der derzeitigen Ausstellung - durch die Räume der Galerie Janzen, die im Obergeschoss der Huppertsberg-Fabrik ohnehin in beeindruckend luftiger Höhe gelegen ist.

Gezeigt werden Gemälde und Papierarbeiten von Johannes Gervé, dessen Leidenschaft neben der Kunst das Segeln ist. So hat Gervé die Farbspiele der unendlichen See zu seinem Thema gemacht.

Sich den Naturgewalten hinzugeben und dennoch das Steuer in der Hand zu behalten - von dieser großen maritimen Freiheit erzählen die Arbeiten des 1965 in Karlsruhe geborenen Künstlers.

Was er auf seinen zahlreichen Reisen in die Küstenregionen des Mittelmeeres, nach Asien oder in die Karibik zu sehen bekommt, wird nur kurz skizziert. Erst im heimischen Atelier beginnt er, die Eindrücke aus der Erinnerung malerisch umzusetzen. So fließend wie das Meer setzt er Farben in einem teils intuitiven, teils bewusst gesteuerten Malprozess.

Ein tiefer Horizont unter belebtem, oftmals wolkenreichem Himmel oder die Aufsicht auf den schillernden Meeresspiegel geben der Farbe genügend Raum, so dass die gegenständlichen Seestücke zugleich reine Malerei sind. Dazu werden Temperafarben verwendet, die durch eine spezielle Mischung mit Wachs ebenso transparent wie leuchtend erscheinen. Als Träger von Emotionen verleihen sie den Landschaften eine ganz besonderes Stimmung.

Das gilt auch für die Papierarbeiten, die auf eigens in Indien handgeschöpftem Papier entstehen. Dessen unregelmäßige Struktur verleiht den lasierend und schwungvoll in Acryl gemalten Landschaften eine besondere Vitalität. Als Ausdruck romantischen Fernwehs machen sie nicht nur Seglern Lust auf das Meer.

Die Ausstellung in der Galerie Janzen, Hagenauer Straße 30 (Huppertsberg-Fabrik/Loft 1) ist bis zum 19. Mai geöffnet: jeweils mittwochs bis freitags von 16 bis 19 Uhr, samstags von 11 bis 15 Uhr und nach Vereinbarung unter Telefon 61 27 58 50.