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Future Now: Wuppertalerinnen bieten Musik von Frauen für Frauen

Festival : Future now: Wuppertalerinnen bieten Musik von Frauen für Frauen

Zwischen Vohwinkel und Utopiastadt geht es drei Tage lang im August um "Musik, Frauen*, Sommer, Solidarität, Diskurse & Distanz"

Es ist eine Premiere: Vom 21. bis 23. August findet im Bürgerpark Freibad Mirke und auf der Nordbahntrasse zwischen den Bahnhöfen Vohwinkel und Mirke das Frauen-Musik-Fest „Future now“ statt. „Das Fest wird seit zwei Jahren vorbereitet und findet in diesem Sommer zum ersten Mal statt“, erklärt Future-now-Sprecherin Stefanie Görtz. Initiatorinnen sind die Akkordeonistin Ute Völker und Gunda Gottschalk, die Violine und Viola spielt. Beide Musikerinnen sind im Ensemble Partita Radicale vereint.

Das Programm ist vielfältig und umfangreich. Unter dem Motto „Musik, Frauen, Sommer, Solidarität, Diskurse und Distanz“ werden unter anderem Percussion-, Beats-, Punk-, Jazz-, Improvisation-, Rap- und Akkordeon-Sessions von Künstlerinnen wie Pauline Buss, Elisabeth Flunger, Lily Havoc, Kaleo Sansaa und Saadet Türkoz geboten.

Eine Favoritin hat Ute Völker nicht. Sie findet „alle Programmpunkte spannend“. Das mache die gute Mischung der verschiedenen Musikrichtungen aus. Besonders am Herzen liege ihr der Diskurs, der am Samstagmorgen stattfinden wird. Dabei ginge es um den Austausch, das Ziel, die Bühnenpräsenz von Frauen zu erhöhen. Zu der Diskussion müsse man sich anmelden. Die Teilnehmerzahl sei auf maximal 50 begrenzt. Ute Völker rechnet auch mit überregionalen Teilnehmern, mehrheitlich aus NRW, wo die Organisatorinnen „gut vernetzt“ seien.

Mariá Portugal (l.) und Stephanie Müller sind zwei der Musikerinnen, die bei dem Festival zu hören sein werden. Foto: ja/Frank schemmann

„Willkommen auf dem Fest sind nicht nur Frauen, sondern auch alle anderen Interessierten“, betont Stefanie Görtz. Ziel des Festes sei es, „vor allem ein gutes Musikwochenende zu gestalten“, aber auch „ein spannendes Line-up mit ausschließlich Frauen als Musikerinnen und Künstlerinnen zu bieten“. Dies sei ja immer noch nicht selbstverständlich und habe Ute Völker und Gunda Gottschalk „dazu beflügelt, das Projekt voranzutreiben und dadurch für Austausch und Kennenlernen unter den Frauen beizutragen“. Auch hinter den Kulissen arbeiten deshalb ausschließlich Frauen: eine Ton- und eine Lichttechnikerin.

Strenge Schutzmaßnahmen, damit sich alle wohl fühlen

Und Corona? Man nehme die Situation „sehr ernst“, erläutert Ute Völker: „Uns ist es wichtig, dass sich alle sicher und wohl fühlen. Wir wollen alle ins Boot holen, auch die sehr Ängstlichen.“ Heißt konkret: Die Auflagen, so Görtz, würden übererfüllt, da der Veranstaltungsort Mirker Freibad ein großes Outdoor-Gelände sei, er überdies ein Hygiene-Konzept habe. Die Nachverfolgung der persönlichen Daten sei durch den reinen Online-Ticketverkauf gewährleistet. Verkauft werden können bis zu 150 Tickets. Beim Einlass werde auf Zeitfenster geachtet, Beginn sei zwei Stunden bevor das Fest starte. Zudem würden nur geschlossene Getränke verkauft. „Ordnerinnen achten darauf, dass Sicherheitsabstände eingehalten werden. Weitere Veranstaltungsorte neben dem Freibad Mirke, sind ein Parkplatzbereich des Akzenta Vohwinkel, die Bahnhofshalle Vohwinkel und Utopiastadt.

Unterstützt und gefördert wird das Fest durch die Gleichstellungsstelle für Frau und Mann Wuppertal, das Kulturbüro, den Musikfonds und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW. Kooperationspartner sind der Bürgerpark Freibad Mirke, die Mauke, die Peter Kowald Gesellschaft, Riedel Communications und Utopiastadt.