"Flockey" steht im Halbfinale: „Ich will meine eigene Show“

"Flockey" steht im Halbfinale: „Ich will meine eigene Show“

Tänzer Flockey ist bei „Got to Dance“ weiter. Die WZ sprach mit ihm über Jacketts, Saltos und Blackouts.

Wuppertal. Mit spektakulären Tanzfiguren ist der Wuppertaler Flockey bei der TV-Show „Got to Dance“ bereits bis zum Halbfinale am heutigen Freitag vorgedrungen. Mit seinem geschmeidigen Auftritt in der HipHop-Variante Locking hat der 21-Jährige gute Chancen, den Staffelstab von Ben Wichert zu übernehmen. Der Hip-Hop-Weltmeister wurde bei der ersten Staffel der Tanzshow im vorigen Sommer Dritter.

Herzlichen Glückwunsch, Flockey. Die Jury hat Sie in die nächste Runde geschickt. Was passiert in der ersten Liveshow heute Abend?

Flockey: Im Halbfinale treten wir in Battles jeweils gegen einen Konkurrenten an- Erst zeigt er eine Show, dann ich — und der bessere kommt weiter.

Bereiten Sie sich besonders vor?

Flockey: Ich muss mich echt vorbereiten, weil die Konkurrenz ziemlich stark ist. Bei anderen Auftritten, auch in der ersten Show, improvisiere ich eigentlich durchgehend. Jetzt habe ich mich für 50 Prozent Choreographie und 50 Prozent Freestyle entschieden. Das ist sicherer, damit ich auf der Bühne keinen Blackout habe.

Sind Sie denn sehr nervös?

Flockey: Ich habe zwar schon viele Battles — national und international — mit meinem Tanzpartner gewonnen, aber im Fernsehen war ich das erste Mal. Das ist noch einmal etwas ganz Anderes, auch das Publikum ist anders. Vor dem ersten Auftritt war ich total nervös, aber wenn ich auf der Bühne bin, ist alles gut. Zur Show heute kommt auch die Familie mit allen Geschwistern, um mich zu unterstützen.

Brauchen Sie für die geschmeidigen Bewegungen beim Locking ein besonderes Training?

Flockey: Nee, das geht alles so. Andere machen ja auch viel Akrobatik mit Saltos und Flicflac, aber das liegt mir nicht so.

In der ersten Fernsehshow sind Sie in einem weißen Jackett mit rotem Einstecktuch aufgetreten. Ist das ein typisches Outfit für Ihre Art von HipHop?

Flockey: Es gibt da keine festen Vorgaben wie beim Ballett. Wie man sich fühlt, so zieht man sich an. Ich ziehe mich auch nicht immer fein an. Mit ist aber schon wichtig, dass ich mit dem Outfit auffalle.

Die Jury ist während der Show sehr euphorisch. Wie ist denn der Kontakt, wenn die Kameras abgeschaltet sind?

Flockey: Ich hatte wenig Kontakt zur Jury, eigentlich gar keinen. Ich war erst bei der Audition, dann bei der Show und danach auch schnell wieder zu Hause.

Wie sind Sie auf den Künstlernamen Flockey gekommen?

Flockey: Ich wollte gerne einen Namen, der mit Locking zu tun hat — also habe ich das „lock“ genommen und bin von A bis Z durchgegangen, was dazu gut klingen könnte.

Sie studieren in Düsseldorf Kommunikationsdesign und unterrichten parallel am Tanzhaus NRW. Ist Ihr Ziel eher der Designer oder der Tanzlehrer?

Flockey: Weder noch. Nach meinem Studium will ich auf keinen Fall mit dem Tanzen aufhören. Zur Uni gehe ich vor allem, damit ich lerne, mich selbst kreativ zu vermarkten, beispielsweise über meine Webseite. Ich würde gern noch viel mehr mit Tanz machen, aber nicht als Lehrer, sondern am liebsten mit einer eigenen richtig großen Liveshow international auftreten.

Auf Ihrer Webseite sind sehr schöne Fotos aus New York zu sehen. Was verbindet Sie mit der Stadt?

Flockey: Die Aufnahmen hat ein Fotograf gemacht, als ich dort verschiedene kreative Projekte gemacht habe. Das hing zusammen mit zwei Kurzfilmen, die ich gedreht habe und die nichts mit Tanz zu tun haben. Das ist vielmehr eine Nachricht an die Welt, was den Frieden angeht. Kann man sich auch bei Youtube angucken.

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