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Festival-Flair und Meisterkurse: Heißer Sommer bei der Musikhochschule

Festival-Flair und Meisterkurse: Heißer Sommer bei der Musikhochschule

Festival-Flair und Meisterkurse: Die Musikhochschule macht alles andere als eine Sommerpause.

Wuppertal. Da mag es regnen, wie es will: Auf die Gäste von Lutz-Werner Hesse warten trotzdem himmlische Aussichten. „Wir haben einen wirklich heißen Hochschul-Sommer“, betont der 56-Jährige. Der Direktor meint das freilich nicht aus meteorologischer, sondern aus rein musikalischer Sicht.

Denn Hesse weiß auch, was Wuppertal nicht hat: „Wir haben keine Saure-Gurken-Zeit. Wer möchte, kann im Juli und August jeden Tag Musik erleben.“ Das Angebot steht jedenfalls: Internationale Meisterkurse und hochkarätige Konzerte, das Euro Music Festival und der „Wuppertaler Musiksommer 2011“ laden zum Zuhören genauso wie zum Mitmachen ein.

Wie die WZ berichtete, wird in Barmen eine ganz besondere Premiere gefeiert: Zum ersten Mal geht das Euro Music Festival — eine Kooperation der Hochschule für Musik und Tanz Köln und der koreanischen Agentur Euro Arts — in Wuppertal über die Bühne. Während die Mischform aus Meisterkursen und Konzerten bereits in vollem Gange ist, wirft auch schon das nächste Ereignis seine Schatten voraus: Der „Wuppertaler Musiksommer“, den die Hochschule zusammen mit der Stadthalle plant, verspricht ebenfalls klangvolle Stunden — und das bei jedem Wetter.

Zum musikalischen Sommerprogramm gehören vor allem Meisterkurse, die vom 29. August bis zum 4. September angeboten werden. „Der Unterschied zum Euro Music Festival ist, dass die Kurse von Wuppertaler Dozenten gestalten werden“, erklärt Hesse. „Außerdem richten sie sich an ein anderes Publikum.“

Mit anderen Worten: Während sich 300 Studenten und Dozenten aus aller Welt noch bis zum 18. August beim Festival in der Hochschule und Immanuelskirche treffen, sind beim Musiksommer vor allem auch jene angesprochen, die noch gar nicht zur Studentengemeinde gehören.

„Wir möchten gerade auch junge Leute ansprechen, die ein Musikhochschul-Studium ins Auge fassen“, sagt der Direktor. Schon 13- oder 14-Jährige können sich demnach empfehlen. Wer das nötige Talent und vor allem Interesse mitbringt, kann sich unter Telefon 24 58 9-0 informieren und anmelden. Der offizielle Anmeldeschluss, so Hesse, sei zwar vorbei, aber wie schon in den Vorjahren sei man flexibel und freue sich auch über „Spät-Melder“ — schließlich sind die Kurse Werbung in eigener Sache.

Um die potenziellen Neu-Studenten kümmern sich Ingeborg Scheerer (Violine), Werner Dickel (Viola), Dirk Peppel (Flöte), Regine Held (Oboe) und Florence Millet (Klavier). Auch Alfred Eickholt und Gerhard Reichenbach bieten Meisterkurse an — um für eine Ausbildung an der Sedanstraße zu trommeln, greifen sie zur Gitarre.

Wer lieber zuhören statt mitmachen möchte, kommt ebenfalls zum Zuge: Abends sind Konzerte und Veranstaltungen zu unterschiedlichen Themen geplant. So spricht Hesse am 29. August über Günter Wand: In der Musikhochschule lässt er ab 19 Uhr das Leben des Wuppertaler Dirigenten Revue passieren und erklärt somit auch, wie man mit dem Taktstock Karriere machen kann. Am 31. August geben Dozenten um 19.30 Uhr ein Konzert in der Stadthalle. Dort spielt auch am 4. September die Musik: Um 11 Uhr zeigen die Teilnehmer der Meisterkurse beim Abschlusskonzert, was sie gelernt haben.

Womit wir auch schon im September und bei einem weiteren Veranstaltungsreigen wären. Denn nicht nur im Juli und August ist in Wuppertal keine „Saure-Gurken-Zeit“ zu erwarten. Auch danach geht es klangvoll weiter — ob es regnet oder nicht. Himmlische Aussichten warten vom 7. bis 11. September vor allem auf Orgel-Liebhaber: Im Rahmen des „Wuppertaler Musiksommers“ wollen die Teilnehmer eines Internationalen Orgelwettbewerbs in der Stadthalle alle Register ziehen.