1. NRW
  2. Wuppertal
  3. Kultur

Elke Treckmann bringt „Mallorca“ in die Elberfelder Nordstadt

Elke Treckmann bringt „Mallorca“ in die Elberfelder Nordstadt

Reise-Impressionen sind bis zum 27. März zu sehen.

Wuppertal. Auf Mallorca war sie bereits mehrfach. Ihre Eindrücke von bestimmten Details der Insel hat Elke Treckmann mittels interessanter Techniken auf Leinwand gebracht und stellt diese Arbeiten rund um das Thema „mallorquin“ derzeit in der Backstubengalerie aus.

Auffällig ist da vor allem ihre Serie mit alten, knorrigen Olivenbaumstämmen. „Ich wollte ganz bewusst mit wenigen Strichen das Wesentliche darstellen.“, so die Wuppertaler Künstlerin. Nur schemenhaft angedeutet sind die natürlichen Strukturen der alten Bäume. Mit schwarzer Farbe auf der weißen Leinwand wird der Charakter der Stämme in groben Konturen eingefangen — zumal Treckmann auch zeigt, was sie sonst noch in der knorrigen Rinde deuten konnte: zum Vorschein kommen Figuren, Tiere oder geisterhafte Wesen. „Diese alten Stämme haben mich einfach wahnsinnig fasziniert.“

Ähnlich vorgegangen ist sie bei einem Bild, das auf einer lang gestreckten Leinwand Teile von Mandelbaumstämmen zeigt. Wieder in groben schwarzen Strichen stehen sie parallel nebeneinander und muten so beinah an wie asiatische Schriftzeichen.

Was Treckmann da auf die Leinwand bringt, malt sie aus der Erinnerung. So auch drei der großformatigen Arbeiten, die mallorquinische Landschaften zeigen. „Die sind alle im Sommer entstanden.“, so Treckmann. Die gerade herrschende Hitze hat sie mit einer besonderen Technik eingefangen: Mit einer handelsüblichen Malerrolle hat sie Farbe ruck- und stoßweise über die Leinwand verteilt. „In der Hitze sieht man ja keine glatten, ruhigen Flächen. Ich wollte das Vibrieren der Hitze darstellen.“ Die Farbflächen werden so immer wieder kurz unterbrochen, bevor sie weiter verlaufen. Grob und abstrakt erscheinen aus den vertikalen und horizontalen Linien dann aber doch Kirchen, Mauern und Felder.

Auch durch den Farbverlauf selbst wird die Hitze deutlich. Wo im untern Bildbereich noch schwere dunkle Farben vorherrschen, so werden sie nach oben hin immer heller und enden in einem gleißend wirkenden weiß.

“ Zu sehen ist die Schau noch bis zum 27. März in der Backstubengalerie, Schreinerstraße 7, jeweils mittwochs von 16 bis 19 Uhr, donnerstags und freitags von 17 bis 20 Uhr, sowie sonntags von 11 bis 14 Uhr.