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Eine schwere Suche mit zarten Bildern

Eine schwere Suche mit zarten Bildern

Wichlinghausen. Eigentlich möchte er nicht als Künstler bezeichnet werden — sondern als Zeichner. Und was Arturo Ornelas zeichnet, versteht er auch nicht als Kunst — sondern als Gedankenstriche.

Mit feinen, grazilen Linien malt er zarte Bilder voller Symbolik. Vorherrschend sind das Element Stein und der Mensch. So begibt sich Ornelas unter dem Titel „Die Schwere der Suche“ im Heine-Kunst-Kiosk auf eine Reise: „Ich versuche, mich einer Frage nach Wahrheit anzunähern.“

Dafür bedient er sich der Elemente der Mythologie. Durch jedes Bild versucht, er der Beantwortung seiner Frage näher zu kommen. Dadurch wird er selbst zu einer mythologischen Figur: „Wie Sisyphos fange ich immer wieder von vorne an“, erklärt Ornelas. Dabei entstehen Motive wie „Die Zufluchtsorte“: Zu sehen ist ein Kopf, aus dessen Haupt Häuser statt Haare wachsen. Einen Kreislauf stellt er mit dem Werk „Die Reflexion aus Sand“ dar. Eine Figur aus Sand liegt in der Wüste zwischen Dünen. Aus ihrer Brust wächst eine steinerne Säule, die zu zerfallen anfängt und somit wieder zu Sand wird.

Immer wirken die Bilder weich und sanft. Selbst wenn die Motive sehr schwer zu sein scheinen — dann etwa, wenn Steine als Wolken über den Himmel fliegen. Die Wahrheit hat er in den Bildern aber noch nicht gefunden. „Ich weiß, dass ich das auch nicht finden werde. „Es geht mir um den Prozess.“

“ Zu sehen sind die Werke bis zum 27. Oktober im Schaufenster des Heine-Kunst-Kiosks an der Wichlinghauser Straße 29a.

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