Von der Heydt-Museum: Eberhard Robke verschenkt Kunst mit großer Strahlkraft

Von der Heydt-Museum: Eberhard Robke verschenkt Kunst mit großer Strahlkraft

Die Skulptur „Versus“ von Tony Cragg steht von nun an dauerhaft im Von der Heydt-Museum.

Wuppertal. Auf den Plakaten für die Tony-Cragg-Retrospektive „Parts of the World“ wurde im vergangenen Jahr mit der Skulptur „Versus“ des Künstlers geworben. Der Unternehmer und Ehrenringträger der Stadt Wuppertal, Eberhard Robke, hat anlässlich seines 80. Geburtstags nun eine größere Version dieser Skulptur dem Kunst- und Museumsverein geschenkt. In Anwesenheit von Tony Cragg, Eberhard Robke und Museumsdirektor Gerhard Finckh wurde das 650 Kilogramm schwere Kunstwerk aus Bronze gestern im ersten Obergeschoss des Museums präsentiert, wo es einen dauerhaften Platz gefunden hat.

„Versus“ (2017) unterscheidet sich in der Größe deutlich von dem Kunstwerk, das im vergangenen Jahr im Von der Heydt-Museum zu sehen war. „Dies ist die einzige Version, die speziell für Innenräume geschaffen wurde“, erklärt Tony Cragg. „Versus“ ist 1,60 Meter breit, 1,50 Meter hoch und wird auf einem Sockel stehen.

Den Stifter Eberhard Robke und den Künstler Tony Cragg verbindet eine lange Geschichte. Eberhard Robke erinnert an das Jahr 1989, als die Skulpturen des Wahl-Wuppertalers Tony Cragg mit seiner Unterstützung ins Blickfeld der Wuppertaler gerückt wurden. „Das war in meinem ersten Jahr als Vorsitzender des Kunst- und Museumsvereins. Die frühere Museumsdirektorin Sabine Fehlemann wollte die Löwen am Eingangsportal durch moderne Skulpturen ersetzen, was damals nicht allen gefallen hat. Ich habe sie darin unterstützt. Tony Cragg hat die Early Forms aus der freien Hand skizziert“, berichtet Eberhard Robke. Längst beneidet die Kunstwelt Wuppertal um die Werke Craggs, die in der Stadt bekanntlich nicht nur im Von der Heydt-Museum, sondern auch im Skulpturenpark Waldfrieden zu bewundern sind.

„Versus“ 2017 hat Eberhard Robke nach Abschluss der Retrospektive im vergangenen Juni bei Tony Cragg in Auftrag gegeben. Mit Museumsdirektor Gerhard Finckh war er sich sofort über die Wahl der Farbe einig. Es sollte sich um das gleiche Rot handeln, wie es bei der kleineren Version der Ausstellung „Parts of the World“ ins Auge des Betrachters gestochen hat. Tony Cragg bezeichnet die Farbe als „scarlet rot“. Ob und wie das Kunstwerk ausgeleuchtet wird, stand gestern noch nicht endgültig fest.

Von ihrer Strahlkraft ist Gerhard Finckh aber überzeugt. „Diese Skulptur könnte ein neues Signet des Museums werden. Es ist, als würde man bei einem Sonnenaufgang in die Sonne schauen“, schwärmte der Museumsdirektor über die Neuerwerbung.

Über den Preis des Kunstwerkes wurden keine Angaben gemacht.

Mehr von Westdeutsche Zeitung